Viersener bauen Plattform „wutpunkte.de“ weiter aus.

Die drei Gründer (v.l.): Leon Hillebrandt, Magnus Schückes und Alexander Braden.
Die drei Gründer (v.l.): Leon Hillebrandt, Magnus Schückes und Alexander Braden.

Die drei Gründer (v.l.): Leon Hillebrandt, Magnus Schückes und Alexander Braden.

wutpunkte

Die drei Gründer (v.l.): Leon Hillebrandt, Magnus Schückes und Alexander Braden.

Viersen/Berlin. Wer eine Firma gründen will, benötigt drei Dinge: eine gute Idee, Kapital und viel Engagement. Magnus Schückes (21), Alexander Braden (20) und Leon Hillebrandt (20) aus Viersen sind sich sicher: Sie erfüllen diese Voraussetzungen. Die Studenten sind die Erfinder der Internetplattform wutpunkte.de.

Die Seite bietet Bürgern die Möglichkeit, auf einer Landkarte die „Schmuddelecken“ ihrer Stadt zu markieren. Geboren wurde die Idee, als Bürger für den Blitzmarathon aufgefordert wurden, ihre „Wutpunkte“ zu benennen (wir berichteten).

Ein Investor stellt fünfstelligen Betrag zur Verfügung

Fast ein Jahr ist es jetzt her, dass die Plattform online gestellt wurde – sie ist ein Erfolg: „Wir hatten bis zu 40 000 Nutzer im Monat“, berichtet Braden. 8000 Wutpunkte wurden gesetzt. Die Idee und das Grundprodukt sind vorhanden. Das Kapital, um das Projekt auszubauen, stellt nun ein Investor aus Berlin zur Verfügung. Die genaue Höhe will Braden nicht preisgeben, nur so viel: „Es wurde ein fünfstelliger Betrag in den Ausbau investiert.“

Nicht nur das Design der Seite wurde überarbeitet. Das Konzept wurde breiter aufgestellt. „Wir wollen die Kommunen mit ins Boot holen“, sagt der 20-Jährige. Die Mitarbeiter der Städte bekommen die Möglichkeit, interaktiv einzugreifen. „Wenn ein Wutpunkt, etwa ein verdreckter Spielplatz, behoben wurde, kann das markiert werden“, so Braden.

Zudem müssen sich nun auch die Bürger registrieren lassen. Das Ganze ist kostenlos. „Wir möchten den Dauermeckerern keine Plattform bieten, wir möchten qualifizierte Kritik“, so Braden. Neu in der Produktpalette: die App für das Smartphone.

Um ihr Konzept voranzutreiben, haben zwei der drei Gründer ihr Studium auf Eis gelegt. „Magnus und ich sind nach Berlin gezogen“, berichtet Braden. Dort haben die beiden ein Büro bezogen und vier Praktikanten eingestellt. Sich selbst zahlen sie nur ein Aushilfsgehalt. Wie ihre Idee künftig Geld einbringen soll, wissen die Jungunternehmer allerdings noch nicht.
wutpunkte.de

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