Der Leiter des neuen Modulprüflabors der Solarworld im sächsischen Freiberg, Johannes Kirchner (l), testet gemeinsam mit dem Technologen Sandro Kühn (r) die Leistung neuer Module.
Der Leiter des neuen Modulprüflabors der Solarworld im sächsischen Freiberg, Johannes Kirchner (l), testet gemeinsam mit dem Technologen Sandro Kühn (r) die Leistung neuer Module.

Der Leiter des neuen Modulprüflabors der Solarworld im sächsischen Freiberg, Johannes Kirchner (l), testet gemeinsam mit dem Technologen Sandro Kühn (r) die Leistung neuer Module.

dpa

Der Leiter des neuen Modulprüflabors der Solarworld im sächsischen Freiberg, Johannes Kirchner (l), testet gemeinsam mit dem Technologen Sandro Kühn (r) die Leistung neuer Module.

Bonn (dpa) - Der Solarboom in Deutschland und ein kräftig gestiegenes Auslandsgeschäft haben dem Photovoltaik-Unternehmen Solarworld im Jahr 2010 einen Rekordumsatz beschert. Die Erlöse stiegen im Vergleich zu 2009 um 29 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro. Dies teilte das im TecDax notierte Unternehmen am Montag in Bonn auf Basis vorläufiger Zahlen mit. Fast 60 Prozent der Umsätze kamen aus dem Ausland, 2009 waren es nur knapp 30 Prozent. Der Überschuss legte nach dem Einbruch 2009 um 50 Prozent auf 89 Millionen Euro zu, blieb damit aber noch deutlich unter dem Rekordgewinn von 2008. Die Dividende soll trotzdem kräftig steigen. Der Vorstand schlägt eine Ausschüttung von 19 Cent je Aktie vor, im Vorjahr gab es 16 Cent. Von einer höheren Dividende profitiert vor allem Firmengründer und Vorstandschef Frank Asbeck, der ein Viertel der Anteile hält. Solarworld ist eines der wenigen deutschen Solarunternehmen, das seine Anteilseigner am Gewinn beteiligt. Bereits seit 2000 schüttet die Gesellschaft Dividenden aus. An der Börse legte die Solarworld-Aktie am Montagvormittag um fast 9 Prozent auf 8,52 Euro zu. Die Dividendenerhöhung fiel höher aus als von Analysten erwartet. Die Aktie hat allerdings seit dem Rekordstand Ende 2007 gut 80 Prozent an Wert verloren. In der Branche ist der Wettbewerbs- und Preisdruck deutlich gestiegen. Während sich Solarworld in den schwarzen Zahlen halten konnte, schrieben viele Konkurrenten Verluste. Vor allem im Einkauf habe Solarworld die Preise kräftig gedrückt und so Kosten gesenkt, sagte Asbeck der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Dieses Potenzial sei nun aber ausgeschöpft. Weitere Kostensenkungen müssten aus dem technischen Fortschritt kommen. Besonders zufrieden äußerte sich Asbeck über den gestiegenen Auslandsanteil. «Wir haben damit die Entwicklung des Jahres 2011 vorweggenommen.» In diesem Jahr dürfte nach seiner Einschätzung der Anteil Deutschlands am Weltmarkt auf etwa ein Drittel fallen. Im vergangenen Jahr wurden laut Branchenschätzungen noch rund die Hälfte aller Solaranlagen in Deutschland installiert. Größter Auslandsmarkt für Solarworld sind die USA. An der US-Westküste haben die Bonner zwei Werke. Mit dem Schauspieler Larry Hagman - bekannt als Ölbaron J.R. Ewing aus der Serie «Dallas» - als Werbefigur für eine solare Energiewende geht Solarworld in den USA auf Kundenfang.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer