SAP AG
Die beiden Vorstandssprecher der SAP AG, Bill McDermott (l) und Jim Wagemann Snabe: Das Softwarehaus SAP gönnt seiner Doppelspitze ein stattliches Plus beim Verdienst. Foto: Arne Dedert (Archivbild)

Die beiden Vorstandssprecher der SAP AG, Bill McDermott (l) und Jim Wagemann Snabe: Das Softwarehaus SAP gönnt seiner Doppelspitze ein stattliches Plus beim Verdienst. Foto: Arne Dedert (Archivbild)

dpa

Die beiden Vorstandssprecher der SAP AG, Bill McDermott (l) und Jim Wagemann Snabe: Das Softwarehaus SAP gönnt seiner Doppelspitze ein stattliches Plus beim Verdienst. Foto: Arne Dedert (Archivbild)

Walldorf/Stuttgart (dpa) - Der Softwareriese SAP belohnt sein Vorstands-Duo für das Rekordjahr 2011 mit fast 50 Prozent höheren Bezügen. Nach zusammen knapp 8,3 Millionen Euro für das Vorjahr 2010 erhalten die Co-Chefs Bill McDermott und Jim Hagemann Snabe diesmal insgesamt rund 12,1 Millionen Euro.

Die Steigerung beträgt knapp 46 Prozent, wie aus dem am Freitag veröffentlichten Geschäftsberichtes der Walldorfer hervorgeht. Die Top-Manager kassieren einen Teil der Millionen allerdings nicht sofort. Der Erfolg von morgen gestaltet die Boni entscheidend mit - und jüngst hat SAP die Regeln geändert.

Hauptgrund für den aktuellen satten Zuwachs ist der kurzfristige, erfolgsabhängige Teil des Vergütungssystems. Er steht und fällt mit der jüngsten Geschäftsentwicklung bei Europas größtem Softwarehaus. Dieser Posten verdoppelte sich bei beiden Managern, was ins Bild passt: SAP schrieb 2011 Bestmarken und verdiente so viel wie nie.

McDermott erhält mit insgesamt rund 6,6 Millionen Euro etwa 1,1 Millionen Euro mehr als sein Kollege. Finanzchef Werner Brand wird mit knapp 3,3 Millionen Euro belohnt - nach 2,3 Millionen Euro zuvor ist das auch für ihn ein üppiges Plus. Wie bei anderen Dax-Konzernen ist die SAP-Vorstandsvergütung wie folgt unterteilt: Es gibt ein fixes Grundgehalt, das monatlich ausgezahlt wird. Darüber hinaus die kurzfristige Erfolgskomponente, die nach der Hauptversammlung im Mai 2012 freigegeben wird. Die dritte Säule ist längerfristiger Natur, dort fließt das Geld erst in einigen Jahren je nach SAP-Entwicklung.

Der Vergleich mit dem Vorjahr ist allerdings diesmal nicht eins zu eins möglich. Das Unternehmen hat das Vergütungssystem reformiert und stärker auf die strategischen Ziele für 2015 ausgerichtet. In Summe betrug der Aufwand für alle Teile der Vorstandsvergütung vergangenes Jahr 17,2 Millionen Euro. Diesmal sind es 24,2 Millionen Euro. Jedoch waren 2011 - teils nur anteilig - neun Vorstände zu entlohnen, 2012 sind es sechs. Ex-Personalvorstand Angelika Dammann, die im Juli das Unternehmen verließ, kam noch auf gut zwei Millionen Euro Bezüge.

Wie SAP ebenfalls am Freitag mitteilte, solle die Belegschaft stärker als bisher vom Erfolg des Unternehmens profitieren können. Dafür wird ein Programm aufgelegt. Vereinfacht gesagt funktioniert es so, dass Mitarbeiter einige echte SAP-Aktien mit Rabatt kaufen dürfen und nach einer Wartezeit als Belohnung einen Bonus dafür erhalten. Wie lohnend das Geschäft ist, hängt vom Erfolg des Konzerns ab. SAP hat für dieses Programm bis 2015 eine halbe Milliarde Euro geparkt.

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