Michael O'Leary
Michael O'Leary, Vorstandschef der Billigfluglinie Ryanair. Foto: Olivier Hoslet

Michael O'Leary, Vorstandschef der Billigfluglinie Ryanair. Foto: Olivier Hoslet

dpa

Michael O'Leary, Vorstandschef der Billigfluglinie Ryanair. Foto: Olivier Hoslet

Dublin (dpa) - Die wegen ihres schlechten Kundenservices verschriene Billig-Fluglinie Ryanair setzt ihre Charmeoffensive fort. So wolle Ryanair vom Frühjahr an eine eigene Website für Familien einführen und Gebühren etwa für aufgegebenes Gepäck und für Sitzplatzreservierungen nachlassen.

«Unsere 175 Euro für eine fünfköpfige Familie sind nicht nett», sagte Ryanair-Vorstandschef Michael O'Leary der «Wirtschaftswoche». Ryanair wolle zudem auch ein Auge zudrücken, wenn das Gepäck etwas größer ist als die erlaubten Maße. Auch ein Rabattprogramm für Vielflieger sei nicht mehr ausgeschlossen.

O'Leary hatte das Geschäftsmodell von Ryanair, nur das Nötigste im Grundpreis einzuschließen und für jedes Extra Geld zu verlangen, lange Zeit strikt verteidigt. Vor einigen Wochen hatte er sich in einer Twitter-Session der Kritik von Kunden gestellt und einen herben Shitsorm geerntet. Wenig später startete O'Leary ein massives Reformprogramm. Er schloss jedoch einen Zusammenhang zwischen der Twitter-Session und den Reformen kategorisch aus. Die Maßnahmen fallen in eine Zeit, in der erstmals seit Jahren der Gewinn der Fluglinie leicht zurückging.

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