Gasdruckanzeige an der Pipeline von Gazprom in Bojarka in der Nähe von Kiew, Ukraine. Foto: Sergey Dolzhenko / Archiv
Gasdruckanzeige an der Pipeline von Gazprom in Bojarka in der Nähe von Kiew, Ukraine. Foto: Sergey Dolzhenko / Archiv

Gasdruckanzeige an der Pipeline von Gazprom in Bojarka in der Nähe von Kiew, Ukraine. Foto: Sergey Dolzhenko / Archiv

dpa

Gasdruckanzeige an der Pipeline von Gazprom in Bojarka in der Nähe von Kiew, Ukraine. Foto: Sergey Dolzhenko / Archiv

Moskau (dpa) - Wegen der massiven Kälte und des gestiegenen Energieverbrauchs in Russland verringert der Staatskonzern Gazprom seine Gaslieferungen nach Europa deutlich.

So seien etwa durch die Jamal-Europa-Pipeline von Russland über Weißrussland und Polen nach Deutschland - eine von mehreren Leitungen - zehn Prozent weniger Gas geflossen als in den vergangenen Tagen. Das meldete die Agentur Interfax unter Berufung auf Unternehmensquellen. Für Italien nannte Interfax Einbußen in Höhe von rund acht Prozent.

Mit den Vorräten müsse zunächst der Bedarf der russischen Kunden gedeckt werden, hieß es. Wegen des auch für russische Verhältnisse ungewöhnlich harschen Frosts ist im größten Land der Erde der Gasverbrauch erstmals auf zwei Milliarden Kubikmeter pro Tag gestiegen. Das entspricht nach russischen Angaben etwa dem Jahresverbrauch von EU-Mitglied Bulgarien. Schon 2006 hatte Gazprom seine Gaslieferungen nach Westen wegen des tiefen Winters kurzzeitig reduziert.

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