Kremlchef Medwedew
Kremlchef Medwedew Medwedew hatte vor kurzem das russische Privatisierungsprogramm als zu «bescheiden» kritisiert und zügige Korrekturen angemahnt. (Archivbild)

Kremlchef Medwedew Medwedew hatte vor kurzem das russische Privatisierungsprogramm als zu «bescheiden» kritisiert und zügige Korrekturen angemahnt. (Archivbild)

dpa

Kremlchef Medwedew Medwedew hatte vor kurzem das russische Privatisierungsprogramm als zu «bescheiden» kritisiert und zügige Korrekturen angemahnt. (Archivbild)

Moskau (dpa) - In einer milliardenschweren Teilprivatisierung der russischen Wirtschaft will die Regierung in Moskau bis 2017 Anteile an Großunternehmen wie Rosneft oder Aeroflot abgeben.

Das sagte Vizeregierungschef Igor Schulalow am Mittwoch bei einem Treffen mit Präsident Dmitri Medwedew in der Schwarzmeerstadt Sotschi. Damit nimmt ein geplanter Rückzug des Staates konkretere Formen an. Medwedew hatte erst vor kurzem das Privatisierungsprogramm seines Landes als zu «bescheiden» kritisiert und Korrekturen bis Anfang August angemahnt. Die Regierung rechnet mit Einnahmen von umgerechnet 22,5 Milliarden Euro. Experten begrüßten die Pläne.

Medwedew wies Schuwalow nach Angaben der Agentur Interfax an, die Teilprivatisierungen schnell voranzubringen. Der Kremlchef verspricht sich davon auch eine raschere Modernisierung der oft rückständigen Unternehmen. Medien zufolge könnte es zur größten Privatisierungswelle in Russland seit der Amtszeit des damaligen Präsidenten Boris Jelzin in den 1990er Jahren kommen.

Auf der Liste stehen neben dem Ölförderer Rosneft und der Luftfahrtgesellschaft Aeroflot unter anderem die Großbank VTB und ein Energieunternehmen sowie eine Reederei. Die gesamten Erlöse sollen zur Deckung des Haushaltsdefizits verwendet werden.

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