Riversdale
Eine Riversdale-Mine in Südafrika, die Zeche Zululand Anthracite Colliery nahe Ulundi.

Eine Riversdale-Mine in Südafrika, die Zeche Zululand Anthracite Colliery nahe Ulundi.

dpa

Eine Riversdale-Mine in Südafrika, die Zeche Zululand Anthracite Colliery nahe Ulundi.

Sydney (dpa) - Die geplante Übernahme des australischen Bergbaukonzerns Riversdale durch den Konkurrenten Rio Tinto ist einen entscheidenden Schritt weiter: Riversdale empfahl seinen Aktionären am Donnerstag, das Rio-Tinto-Angebot anzunehmen. Die kartellrechtliche Genehmigung steht noch aus.

Mit dem Deal würde Rio Tinto, der zweitgrößte Kohleförderer der Welt, unter anderem Kokskohle-Projekte in Mosambik und anderen afrikanischen Ländern hinzugewinnen. Der an der Londoner Börse notierte Minenriese hatte für Riversdale rund 3,9 Milliarden australische Dollar (rund 3 Milliarden Euro) geboten. Der Kaufpreis entspricht einem Gebot von 16 australischen Dollar pro Aktie.

Riversdale verfügt in seinen Bergwerken in Mosambik über große Vorräte an hochwertiger Kokskohle, die vor allem für Stahlhersteller wichtig ist. Haupteigner des Unternehmens sind derzeit der indische Stahlkonzern Tata Steel, der brasilianische Stahlbauer CSN und der US-Hedgefonds Passport Capital.

Früheren Medienberichten zufolge hatten unter anderem der luxemburgische Stahlkonzern ArcelorMittal sowie die Bergbaukonzerne Vale und Anglo American Interesse bekundet. Auch ein Konsortium indischer Firmen soll interessiert gewesen sein.

Rio-Tinto-Energie-Chef Doug Ritchie sagte in einem Statement, dank Rio Tintos großer Erfahrung in Sachen Infrastruktur und Entwicklung von Großprojekten und der großen Kapitalkraft des Konzerns sei man gut darauf vorbereitet, Riversdale in die nächste Phase seiner Entwicklung zu führen. Rio Tinto sei eines der weltweit wenigen Unternehmen mit der Möglichkeit, Finanzkraft und Motivation, die Projekte in Afrika schnell und auf Weltklasseniveau zu entwickeln. Davon sollten auch die Menschen vor Ort profitieren.

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