Renault
Mit 7,28 Millionen abgesetzten Neuwagen steigt die Renault-Nissan-Allianz zum weltweit drittgrößten Autokonzern hinter Toyota und General Motors (GM) auf.

Mit 7,28 Millionen abgesetzten Neuwagen steigt die Renault-Nissan-Allianz zum weltweit drittgrößten Autokonzern hinter Toyota und General Motors (GM) auf.

dpa

Mit 7,28 Millionen abgesetzten Neuwagen steigt die Renault-Nissan-Allianz zum weltweit drittgrößten Autokonzern hinter Toyota und General Motors (GM) auf.

Paris (dpa) - Die Allianz aus den Autobauern Renault und Nissan hat im vergangenen Jahr mehr Autos verkauft als je zuvor. 2010 setzte das französisch-japanische Bündnis 7,28 Millionen Wagen ab, fast ein Fünftel mehr als im Vorjahr, wie die beiden Unternehmen am Freitag mitteilten.

Der Konkurrent Peugeot/Citroen hatte kürzlich mitgeteilt, dass er seinen Absatz 2010 um 13 Prozent auf einen Rekordwert von 3,6 Millionen Fahrzeuge gesteigert hat. Nach eigener Einschätzung ist die Renault-Nissan-Allianz damit zum weltweit drittgrößten Autokonzern hinter Toyota und General Motors (GM) aufgestiegen. Volkswagen kam im vergangenen Jahr auf 7,14 Millionen Auslieferungen. Allerdings ist unter Experten umstritten, welche Fahrzeuge für das Ranking berücksichtigt werden sollen und wo die Trennlinie zwischen Personenwagen und Nutzfahrzeugen zu ziehen ist.

So zählt Renault-Nissan die 25-Prozent-Beteiligung Lada mit hinzu. Volkswagen dagegen berücksichtigt zwar die Transporter seiner Marke VW Nutzfahrzeuge, schließt aber die Verkäufe seiner schwedischen Lastwagentochter Scania und die 20-Prozent-Beteiligung Suzuki aus. Ähnlich bei den beiden anderen Autoriesen: Toyota zählt beispielsweise die Nutzfahrzeugmarke Hino mit in die Konzernverkäufe ein, GM ist besonders bei den Pick-ups stark.

Toyota setzte im vergangenen Jahr 8,42 Millionen Fahrzeuge ab. GM kam auf 8,39 Millionen Wagen. Der VW-Konzern hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2018 zum Weltmarktführer aufzusteigen und spätestens dann rund zehn Millionen Fahrzeuge zu verkaufen.

Bei Renault-Nissan entfielen mehr als 4 Millionen Verkäufe auf Nissan, 2,6 Millionen Autos steuerte Renault bei. Hinzu kamen über eine halbe Million Ladas. Nissan verkaufte in China mehr als eine Million Wagen, zweitgrößter Markt waren die USA, erst auf dem dritten Platz folgte Japan. Zu Nissan gehört auch die Nobelmarke Infiniti. Renault verkaufte mit Abstand die meisten Autos auf dem Heimatmarkt Frankreich. Außer der Kernmarke gehören auch die rumänische Billigmarke Dacia sowie die südkoreanische Renault Samsung Motors zum Konzern.

Die Allianz habe sich besonders auf den Wachstumsmärkten vielversprechend entwickelt, sagte Konzernchef Carlos Ghosn. Mit einem Weltmarktanteil von 10,3 Prozent sei ebenfalls eine Bestmarke erreicht worden. Die Partnerschaft besteht seit zwölf Jahren. Beide Unternehmen sind wechselseitig aneinander beteiligt. Zudem halten beide Hersteller einen Anteil von jeweils 1,55 Prozent an Daimler. Diese Beteiligung wurde im vergangenen Jahr als Zeichen der Zusammenarbeit mit den Deutschen bei Kleinwagen erworben.

Konkurrent Peugeot/Citroen hatte 2010 nach eigenen Angaben seinen Marktanteil in Europa von 13,8 auf 14,2 Prozent gesteigert. Der Anteil der Verkäufe außerhalb Europas war bei der Gruppe von 34 auf 39 Prozent gestiegen. In Lateinamerika, China und Russland konnte Peugeot/Citroen deutlich zulegen.

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