Carlos Ghosn
Renault-Konzernchef Carlos Ghosn mit dem Elektroauto Dezir.

Renault-Konzernchef Carlos Ghosn mit dem Elektroauto Dezir.

dpa

Renault-Konzernchef Carlos Ghosn mit dem Elektroauto Dezir.

Paris (dpa) - Der französische Autobauer Renault blickt nach seinem rabenschwarzen Krisenjahr 2009 wieder optimistischer nach vorne. Dank eines Absatzrekords von 2,6 Millionen Fahrzeugen stieg der Umsatz im vergangenen Jahr um 15,6 Prozent auf 38,97 Milliarden Euro.

Das teilte das Unternehmen am Donnerstag in Paris mit. Das Ergebnis lag bei 3,49 Milliarden Euro. Darin enthalten war auch ein Verkaufserlös von zwei Milliarden Euro durch den Verkauf von Volvo-Anteilen. Im Jahr zuvor hatte Renault noch einen Verlust 3,06 Milliarden Euro gemacht.

Zugleich wurde die Verschuldung um 4,48 Milliarden auf 1,43 Milliarden Euro reduziert. Die Zahlen lägen weit über den für 2010 verkündeten Erwartungen, erklärte Konzernchef Carlos Ghosn. Renault will weiter die Kosten senken, um seine Expansion in Übersee zu forcieren. Werksschließungen seien aber nicht geplant.

Nach Einschätzung der Konzernspitze wird die Branche auf dem alten Kontinent bis 2016 nicht an die Absatzzahlen aus dem Vorkrisenjahr 2007 herankommen. Neue Bedeutung als Wachstumsmärkte bekämen für Renault daher die Schwellenländer Indien und Brasilien, aber auch Russland. Renault will bis 2016 seine Modelle von 40 auf 48 steigern und 2013 einen neuen Absatzrekord mit drei Millionen Fahrzeugen aufstellen. Wachstumsimpulse erhofft sich der Konzern vor allem auch von seinen neuen Elektroautos.

Um neuen Markterfordernissen gerecht werden zu können, will der Konzern bis 2013 in seine Standorte 5,7 Milliarden Euro investieren, 40 Prozent davon in Frankreich. Dort erwartet der Konzern einen schrumpfenden Markt. Einschließlich der Partner Nissan und Lada hatte Renault vor kurzem seinen Weltmarktanteil auf 10,3 Prozent beziffert. Außer der Kernmarke gehören auch die rumänische Billigmarke Dacia sowie die südkoreanische Renault Samsung Motors zum Konzern.

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