Der französische Hersteller profitiert in Deutschland von seiner Billigtochter.

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Die Modelle der Billigtochter Dacia verkauften sich gut.

Die Modelle der Billigtochter Dacia verkauften sich gut.

dpa

Die Modelle der Billigtochter Dacia verkauften sich gut.

Düsseldorf. Mit der Billigtochter Dacia fährt der französische Autobauer Renault in Deutschland der Krise davon: Im vergangenen Jahr stieg der Absatz um 44 Prozent auf knapp 25 000 Fahrzeuge. "Seit der Einführung des Sandero im Juni erzielen wir Marktanteile um die ein Prozent und lassen damit Alfa Romeo, Porsche, Mitsubishi, Chevrolet und Jaguar hinter uns", sagte Renault-Deutschland-Chef Jacques Rivoal gestern in Düsseldorf.

Dacia hat den deutschen Markt mit Kampfpreisen ab 7300 Euro für eine Limousine aufgemischt. Angesichts der aktuellen Konjunkturkrise erwartet Rivoal auch im laufenden Jahr Zuwachsraten bei der rumänischen Billig-Marke Dacia. "Wir gehen davon aus, 30 000 Autos in Deutschland absetzen zu können."

Dank der Modellwechsel beim Kleinwagen Twingo, beim Kombi-Van Kangoo und beim Mittelklassemodell Laguna hielt die Kernmarke Renault in Deutschland ihren Absatz 2008 mit gut 122 000 Wagen nahezu konstant.

Eine Prognose für die deutsche Renault-Gruppe wollte Rivoal gestern nicht abgeben. "Die Automobilbranche sieht sich in diesem Jahr mit der schwierigsten Krise ihrer Geschichte konfrontiert." Insgesamt will die Renault-Gruppe ihren Marktanteil 2009 aber auf mehr als fünf Prozent steigern - im vergangenen Jahr lag der Marktanteil bei fünf Prozent.

Dieses Ziel soll jedoch laut Rivoal ohne Rabattschlachten oder gar Preissenkungen wie bei Konkurrenten erreicht werden. Rivoal setzt vielmehr auf die junge Produktpalette und auf ein stabiles Händlernetz, das Renault in Zeiten der Krise bei Liquiditätsproblemen unterstützen will.

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