Zentrale in Hilden schafft Platz für 470 neue Mitarbeiter.

Düsseldorf. Das größte deutsche Biotechunternehmen, die Hildener Qiagen mit Holdingsitz in den Niederlanden, hat Umsatz und Gewinn 2010 deutlich langsamer steigern können als im Jahr zuvor.

Amerikanerinnen machen weniger Vorsorgetests

Hintergrund war, dass viele Amerikanerinnen wirtschaftlich bedingt deutlich weniger zum Arzt gingen, weil sie mit ihrem Job auch den Versicherungsschutz verloren haben. Das machte sich vor allem bei Qiagens wichtigstem Produkt, den Vorsorgetests auf Gebärmutterhalskrebs (HPV), stark bemerkbar. Auch die zusätzlichen Umsätze mit Tests auf Schweinegrippe, mit denen Qiagen noch 2009 Kasse gemacht hatte, sind weggefallen.

Der Umsatz stieg 2010 nur noch um acht Prozent auf 1,09 Milliarden Dollar (796 Millionen Euro), der Gewinn um zwölf Prozent auf 223 Millionen Dollar. Für 2012 prognostizierte Qiagen-Chef Peer Schatz aber wieder zweistellige Zuwachsraten. Der Standort Hilden (1.300 Beschäftigte) wird erweitert. Es wird Platz für bis zu 470 neue Mitarbeiter in Forschung und Technik geschaffen.

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