Es gibt viele Gründe dafür, einen Kredit aufzunehmen – ein neues Auto, das Begleichen einer hohen Stromnachzahlung oder der Kauf der längst überfälligen neuen Möbel. Da ist es schön, wenn man Menschen um sich hat, die einem im "Notfall" unter die Arme greifen. Doch genau das wollen die Deutschen einer aktuellen Umfrage zufolge nicht. Sie vertrauen lieber der (Online)-Bank – und nehmen dafür auch gerne Zinsen in Kauf.

Ein Kredit mit oder ohne Zinsen? Die Entscheidung dürfte nicht schwer fallen. Schließlich zahlt niemand gern drauf, wenn es nicht unbedingt sein muss – könnte man zumindest meinen. Bei vielen Deutschen hat man da allerdings so seine Zweifel. Laut einer Umfrage von TNS Emnid kommt ein Privatdarlehen von Freunden oder Verwandten – das in der Regel ohne Zinsen "vergeben" wird – für rund 34 Prozent der Deutschen nicht in Frage. Denn: Sollte das geliehene Geld nicht rechtzeitig oder eventuell gar nicht zurückgezahlt werden, ist ein Streit wohl kaum vermeidbar. Und für ein paar Scheine die guten familiären bzw. freundschaftlichen Beziehungen aufs Spiel setzen, möchte offensichtlich niemand riskieren

Wozu gibt es auch sonst günstige Ratenkredite bei der Bank? Insbesondere Online-Kredite haben in den letzten Jahren stark an Beliebtheit gewonnen. Hier sind die Konditionen schriftlich festgehalten und die Rückzahlungsmodalitäten klar und deutlich formuliert. Da kann es kaum Missverständnisse geben – ganz im Gegenteil zu einem Privatkredit. Waren die Verbraucher anfangs noch skeptisch, online einen Ratenkredit abzuschließen, so ist es heute kaum noch ein Thema. Schließlich gibt es genügend zuverlässige Anbieter, die sich in der Branche erfolgreich etabliert haben.

Ein derartiger Anbieter ist zum Beispiel die Norisbank, die mittlerweile zu den führenden Anbietern von Online-Krediten auf dem deutschen Markt zählt. In einem direkten Vergleich, durchgeführt von dem Deutschen Kreditinstitut (DKI), konnte sich die Bank gegen zwölf weitere Anbieter in acht verschiedenen Kategorien behaupten – unter anderem auch in der Kategorie "bonitätsabhängige Online-Ratenkredite". So ein Ergebnis dürfte wohl auch den letzten Skeptiker davon überzeugen, seinen Kredit doch noch bequem per Mausklick abzuschließen.

Und tatsächlich ist es so, dass derartige Untersuchungen maßgeblich dazu beitragen, dass immer mehr Menschen Online-Banken ihr Vertrauen schenken. Einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom zufolge können sich immer mehr Verbraucher vorstellen, einen Kredit über das Internet abzuschließen. Rund sieben Prozent haben diese Möglichkeit sogar schon in Anspruch genommen. Als Grund gaben die Befragten Schnelligkeit und Bequemlichkeit an, wodurch sie ein Online-Kreditabschluss überzeugt hat. Zudem lassen sich so dank eines Online-Vergleichsrechners Kreditangebote deutlich besser gegenüberstellen. Im Vergleich zu einem "richtigen" Kreditantrag sei ein virtueller außerdem deutlich angenehmer auszufüllen, empfinden zumindest fast 40 Prozent der Bitkom-Befragten.

Während Online-Ratenkredite immer beliebter werden, verliert sowohl der Ratenkauf als auch der Dispokredit weiterhin an Renommee. Das Marktforschungsinstitut TNS Emnid untersuchte in seiner Umfrage zum Thema "Privatdarlehen" auch die Einstellung von Verbrauchern zu diesen beiden Kreditarten. Mit einem – zumindest für den Einzelhandel und das Bankwesen – ernüchternden Ergebnis. Denn ganze 31 Prozent der Befragten lehnen einen Ratenkauf kategorisch ab. Auch der Dispokredit schneidet bei vielen nicht gerade gut ab. Rund 25 Prozent der Befragten empfinden diese Kreditform als fragwürdig – woran die hohen Zinsen nicht ganz unschuldig sein dürften. Trotz der nicht vorhandenen Zinsen bleibt der Privatkredit für viele die inakzeptable Kreditform schlechthin – bei Geld hört die Freundschaft eben auf.

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