Seit GM am Rande der Insolvenz schwebt, hatten sich in Hessen unter anderem die FDP und die Grünen für eine Herauslösung Opel aus dem US-Mutterkonzern ausgesprochen.

Das Ortsschild von Bochum gegenüber dem Opel-Werk.
Das Ortsschild von Bochum gegenüber dem Opel-Werk.

Das Ortsschild von Bochum gegenüber dem Opel-Werk.

dpa

Das Ortsschild von Bochum gegenüber dem Opel-Werk.

Rüsselsheim. Hessen und Thüringen sowie Opel lehnen jeden Kommentar zu einem möglichen Einstieg der Länder bei dem Autobauer ab. Nach einem Bericht der «Westdeutschen Allgemeinen Zeitung» arbeiten die Landesregierungen der deutschen Opel- Standorte an einem Modell zur Herauslösung der Opel-Werke aus dem angeschlagenen US-Konzern General Motors (GM). Dabei spielten auch Überlegungen zu Landesbeteiligungen an Opel eine Rolle, berichtet das Blatt unter Berufung auf Regierungskreise on Düsseldorf.

Opel wollte sich am Montag nicht zu den angeblichen Plänen äußern. Auch die hessische Staatskanzlei hüllt sich in Schweigen. «Wir sagen keinen anderen Satz als den, dass wir gemeinsam mit dem Bund und den anderen Opel-Ländern in guten Gesprächen sind», sagte Dirk Metz, Sprecher der hessischen Landesregierung. Das Wirtschaftsministerium in Thüringen lehnte einen Kommentar am Montag ebenfalls ab.

Seit GM am Rande der Insolvenz schwebt, hatten sich in Hessen unter anderem die FDP und die Grünen für eine Herauslösung Opel aus dem US-Mutterkonzern ausgesprochen. Am Montag forderten auch die hessischen Jusos eine Trennung: «Die Misere von Opel ist nicht hausgemacht, sondern hat einen Namen: General Motors», sagte der südhessische Juso-Vorsitzende Behnam Yazdani.

Solche Krisen könnten künftig nur verhindert werden, wenn sich der Rüsselsheimer Autobauer von General Motors abspalte. Um die Herauslösung zu ermöglichen, muss der Staat aus Sicht der Jusos bei Opel einsteigen. Das sei besser als jede Staatsbürgschaft.

Unterdessen stellt NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) das Thema deutschen Autoindustrie  in den Mittelpunkt seiner USA-Reise, die er am Montag antritt. Angesichts der Milliardenverluste von Ford und General Motors (GM) ist auch das Land NRW sehr besorgt, da die GM-Tochter Opel sowie Ford  allein in Nordrhein-Westfalen über 23 000 Menschen direkt und Zehntausende in Zulieferbetrieben beschäftigen.

 

 

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