Ein Decksmann begutachtet auf einem Krabbenkutter frische Nordseekrabben. Foto: Christian Hager / Archiv
Ein Decksmann begutachtet auf einem Krabbenkutter frische Nordseekrabben. Foto: Christian Hager / Archiv

Ein Decksmann begutachtet auf einem Krabbenkutter frische Nordseekrabben. Foto: Christian Hager / Archiv

dpa

Ein Decksmann begutachtet auf einem Krabbenkutter frische Nordseekrabben. Foto: Christian Hager / Archiv

Cuxhaven/Tönning (dpa) - Norddeutsche Krabbenfischer haben sich erstmals in einer länderübergreifenden Vermarktungsgesellschaft zusammengeschlossen. Die Gründung solle eine bessere Position beim Verkauf der Schalentiere bringen, sagte ein Verbandssprecher am Sonntag in Hamburg.

Vor einem Monat hatten sich mehr als 120 Fischer aus Niedersachsen und Schleswig-Holstein bei Oldenburg zu ersten Verhandlungen getroffen. In der neuen Gesellschaft mit Sitz in Cuxhaven sollen 120 von 160 Fischern organisiert sein, das entspricht bis zu 65 Prozent der Betriebe von der Ems bis zur dänischen Grenze. Künftig werden Krabben mit einem Anlandegewicht von rund 8500 Tonnen zentral vermarktet.

Im Vorjahr hatten Streiks und Fangpausen der Fischer für bundesweites Medienecho gesorgt. Wochenlange Niedrigpreise von weniger als 1,50 Euro pro Kilogramm machten den Fischern damals die wirtschaftliche Existenz schwer. In diesem Jahr haben die Erzeugerpreise kräftig angezogen und lagen kurzzeitig mit mehr als sechs Euro pro Kilo vier Mal so hoch wie 2011.

Niedersachsens Landwirtschaftsminister Gert Lindemann (CDU) hatte sich im Mai vor den Fischern für eine länderübergreifende Gesellschaft ausgesprochen. Es solle ein Gegenpol zum Preisdiktat der Großhändler geschaffen und eine gemeinsame Vermarktung erreicht werden. Der starken Macht der Preis bestimmenden Aufkäufer stünden künftig die Fischer als Verkäufer auf Augenhöhe gegenüber.

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