Morgan Stanley
Immerhin verdiente Morgan Stanley überhaupt Geld. Im dritten Quartal hatte die Bank noch einen Verlust eingefahren.

Immerhin verdiente Morgan Stanley überhaupt Geld. Im dritten Quartal hatte die Bank noch einen Verlust eingefahren.

dpa

Immerhin verdiente Morgan Stanley überhaupt Geld. Im dritten Quartal hatte die Bank noch einen Verlust eingefahren.

New York (dpa) - Die US-Investmentbank Morgan Stanley bleibt das Sorgenkind der Branche. Sie lieferte am Donnerstag das schwächste Quartalsergebnis aller Wall-Street-Größen ab. Unterm Strich blieben im vierten Quartal lediglich 600 Millionen Dollar hängen.

Diese Summe kommt nur zustande, weil die Bank ihre Kasse mit dem Verkauf ihres Anteils am chinesischen Wettbewerber CICC aufgefüllt hatte. Im Vorjahreszeitraum hatte Morgan Stanley 376 Millionen Dollar verdient.

Zum Vergleich: Die Citigroup erwirtschaftete im Schlussquartal 1,3 Milliarden Dollar, Goldman Sachs 2,2 Milliarden Dollar und Branchenprimus JPMorgan sogar 4,8 Milliarden Dollar. Die Bank of America legt ihre Zahlen an diesem Freitag vor. Immerhin verdiente Morgan Stanley überhaupt Geld. Im dritten Quartal hatte die Bank noch einen Verlust eingefahren. Die Aktie stieg im frühen New Yorker Handel um 2 Prozent.

Auch im Gesamtjahr 2010 kam Morgan Stanley aus den roten Zahlen heraus und verdiente 3,6 Milliarden Dollar nach einem Verlust von 907 Millionen Dollar im Vorjahr.

Die Mitarbeiter dürfen sich nun auf eine Gehaltserhöhung freuen. Im Schnitt bekommt jeder der zuletzt rund 62 500 Beschäftigten knapp 257 000 Dollar nach 239 000 Dollar im Vorjahr. Was sich nach viel anhört, relativiert sich beim Blick auf die Erfolgreichen der Branche: Goldman Sachs zahlt seinen Leuten durchschnittlich knapp 431 000 Dollar, JPMorgen entlohnt seine Investmentbanker mit 370 000 Dollar.

«Morgan Stanley hat sich in den meisten Geschäftsfeldern verbessert», sagte Bankchef James Gorman. Kein anderes Institut habe mehr Firmenzusammenschlüsse eingefädelt und Börsengänge begleitet, hob er hervor. Schwachpunkt war am Jahresende allerdings das einst so lukrative Geschäft mit Anleihen. Hier fuhr Morgan Stanley einen kleinen Verlust ein. Die Investoren halten sich wegen der europäischen Schuldenkrise zurück.

Das gemeinsam mit der Citigroup betriebene Brokergeschäft, bei dem die Banker im Auftrag ihrer Kunden mit Wertpapieren handeln, warf indes mehr Geld ab. Unter dem Namen Morgan Stanley Smith Barney haben die beiden Banken den größten Broker der Welt geschaffen. Konzernweit stiegen die Erträge im Schlussquartal um 15 Prozent auf 7,8 Milliarden Dollar.

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