Die schwache Konjunktur bremst den Job-Boom. Stellenangebote gehen zurück.

Die schwache Konjunktur bremst den Job-Boom. Stellenangebote gehen zurück.
Die schwache Konjunktur bremst den Job-Boom. Stellenangebote gehen zurück.

Die schwache Konjunktur bremst den Job-Boom. Stellenangebote gehen zurück.

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Die schwache Konjunktur bremst den Job-Boom. Stellenangebote gehen zurück.

Nürnberg. Der Schwung lässt nach, Deutschlands Arbeitsmarkt gerät ins Stottern. Die schwache Konjunktur, das bestätigt inzwischen auch die Bundesagentur für Arbeit (BA), entwickelt sich immer mehr zum Bremsklotz für den einstigen Job-Boom. Die zunehmenden Absatzprobleme etwa der Autoindustrie und sinkende Gewinnerwartungen vieler Unternehmen treffen inzwischen auch die Belegschaften; über kurz oder lang werden sich die Beschäftigungsprobleme auch in den Statistiken der Bundesagentur für Arbeit wiederfinden, sind Arbeitsmarktexperten überzeugt.

September und Oktober sind eigentlich Aufschwungsmonate

Dabei sorgen sich Fachleute keineswegs um die absolute Höhe der Arbeitslosigkeit. Die lag im Oktober mit 2,753 Millionen fast auf Rekordtief. Was Fachleute viel nachdenklicher macht, ist eher das Tempo, mit dem der Arbeitsmarkt an Schwung verliert.

Immerhin verzeichnet die Bundesagentur im Oktober mit einem Rückgang der Erwerbslosen von 35 000 die schwächste Herbstbelebung seit zehn Jahren. In den vergangenen fünf Jahren war die Zahl der Erwerbslosen im Oktober im Schnitt um mehr als 90 000 zurückgegangen. September und Oktober, so hatte es der frühere Präsident der Bundesanstalt für Arbeit, Bernhard Jagoda, formuliert, sind die „Monate der Wahrheit“. Im Klartext: Wenn der Arbeitsmarkt in diesen Aufschwungsmonaten schwächelt, steht es um den Arbeitsmarkt in Gänze nicht gut.

Wie tief das „Tal der Tränen“ sein wird, ist noch unklar

Allen Beteuerungen von Bundesagentur-Chef Frank-Jürgen Weise zum Trotz, der Arbeitsmarkt präsentiere sich robust, zeichnen Bankvolkswirte ein anderes Szenario: Angesichts des Stimmungstiefs in der Wirtschaft rechnen sie bis zum Sommer 2013 mit einer Jobflaute. „Die Nachfrageflaute aufgrund der Konjunkturschwäche in Europa wird den Arbeitsmarkt in Deutschland zumindest temporär belasten“, formulierte etwa der Arbeitsmarktexperte der VP-Bank Gruppe, Bernd Hartmann, am Dienstag.

Wie tief das „Tal der Tränen“ sein wird, darüber wagen auch Fachleute keine Prognose. Als sicher gilt aber eins: Die sich abzeichnende Mini-Krise, die andere eher für eine Delle halten, wird vor allem Arbeitslose treffen.

Die Zahl der Arbeitslosen ging in NRW um nur noch 5154 auf 718 615 zurück, wie die Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit am Dienstag mitteilte. Mit 7,9 Prozent blieb die Arbeitslosenquote in NRW im Vergleich zum September unverändert. Im Vergleich zum Oktober des Vorjahres gab es jedoch einen Anstieg um 0,2 Prozentpunkte.

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