Der Präsident des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, Martin Kannegiesser. Foto: Stephanie Pilick/Archiv
Der Präsident des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, Martin Kannegiesser. Foto: Stephanie Pilick/Archiv

Der Präsident des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, Martin Kannegiesser. Foto: Stephanie Pilick/Archiv

dpa

Der Präsident des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, Martin Kannegiesser. Foto: Stephanie Pilick/Archiv

Hamburg (dpa) - Die Arbeitgeber setzen sich vor der Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie für vorübergehende Lohnerhöhungen zum Beispiel in Form von Einmalzahlungen ein.

«Wenn es eine gute Konjunktur gibt, dann muss die einmalig honoriert werden, aber die Löhne dürfen nicht dauerhaft auf einem hohen Niveau verewigt werden», sagte Gesamtmetall-Präsident Martin Kannegiesser dem Magazin «Der Spiegel».

Die IG Metall will ihre Lohnforderung für die 3,6 Millionen Beschäftigten der Branche im Februar beschließen. Die Gewerkschaft hatte bereits eingeräumt, dass es derzeit schwierig sei, die Entwicklung der wirtschaftlichen Lage abzuschätzen, sprach aber von «Nachholbedarf». Bereits im Januar sind erste Vorgespräche mit den Arbeitgebern terminiert, in denen es zunächst um andere Themen wie die unbefristete Übernahme von Auszubildenden gehen soll. Kannegiesser hatte diese Forderung jedoch bereits abgelehnt.

Der Gesamtmetall-Chef betonte im «Spiegel», das Argument, es gebe bei den Arbeitnehmern einen Nachholbedarf, sei «falsch und unfair - egal, mit welchen Zahlen man das belegen will». Man habe in der jüngsten Wirtschaftskrise 2009 mit der Gewerkschaft auf Beschäftigungssicherung gesetzt: «Und die war teuer.»

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