Die Zahl der Blüten ist 2012 nur leicht gestiegen. Damit es wenige bleiben, werden die neuen Scheine noch sicherer.

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Diese Muster zeigen die Vorder- und Rückseiten der neuen (oben) und alten Fünf-Euro-Scheine im Vergleich. Die Motive bleiben erhalten. (EZB)

Diese Muster zeigen die Vorder- und Rückseiten der neuen (oben) und alten Fünf-Euro-Scheine im Vergleich. Die Motive bleiben erhalten. (EZB)

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Diese Muster zeigen die Vorder- und Rückseiten der neuen (oben) und alten Fünf-Euro-Scheine im Vergleich. Die Motive bleiben erhalten. (EZB)

Frankfurt. Anfassen kann man ihn noch nicht, aber erstmals anschauen: Ein überarbeiteter Fünf-Euro-Schein soll ab Mai die Gemeinschaftswährung noch besser vor Geldfälschung schützen. EZB-Präsident Mario Draghi stellte die Banknote am Donnerstag in Frankfurt vor.

„Der Euro ist das sichtbarste Symbol der europäischen Einigung“, sagte er im Archäologischen Museum nahe der Europäischen Zentralbank (EZB). „Die neuen Banknoten sind in Sachen Technologie und Sicherheit auf dem neuesten Stand.“

2012 wurden 41 500 gefälschte Banknoten gefunden

Ohnehin haben es Geldfälscher schon jetzt schwer in Europa, auch wenn sie 2012 in Deutschland mehr Blüten in Umlauf gebracht haben als im Vorjahr. Polizei, Handel und Banken zogen gut 41 500 gefälschte Euro-Banknoten aus dem Verkehr, wie die Bundesbank mitteilte. Das waren 6,4 Prozent mehr als 2011 (39 000).

„Wir haben einen leichten Anstieg beim Falschgeld in Deutschland, aber die Zahlen bleiben auf niedrigem Niveau“, bekräftigte Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele. Denn, weil Kriminelle zunehmend auf kleine Scheine wie die 20-Euro-Note setzen, blieb der Gesamtschaden mit 2,2 Millionen Euro fast exakt auf dem niedrigen Vorjahresniveau (2,1 Mio. Euro).

War es in den vergangenen Jahren der „falsche Fuffziger“, der die Zahlen nach oben trieb, waren das Gros der Fälschungen nun erstmals 20er: Fast jede zweite Blüte war ein 20-Euro-Schein.

In Deutschland kommen auf 10 000 Einwohner fünf Blüten

In den nächsten Jahren sollen auch die übrigen Banknoten überarbeitet werden. Erhalten bleiben die Motive: Bauwerke, die es in Wirklichkeit nicht gibt. Alte Banknoten bleiben gültig.

Der Leitzins bleibt auf dem Rekordtief: 0,75 Prozent.

Zumeist bleibt der Handel auf dem Schaden sitzen, wenn Verkäufer den Schwindel übersehen und der Betrug erst der Bank auffällt. Für Falschgeld gibt es keinen Ersatz.

Die Bundesbank unterstrich, rein rechnerisch sei das Risiko sehr gering, in Deutschland mit gefälschten Euro-Noten in Berührung zu kommen: Auf 10 000 Einwohner entfielen fünf Blüten. Der europäische Schnitt liegt bei 15. In Deutschland wurden zudem rund 52 000 (Vorjahr: 52 700) gefälschte Münzen registriert, meist Zwei-Euro-Stücke.

Neue Merkmale: Tastbare Linien und verändertes Wasserzeichen

An den zusätzlichen Sicherheitsmerkmalen der neuen „Europa-Serie“ haben Notenbankexperten seit Jahren getüftelt: Das Wasserzeichen und das Hologrammband am Rand des Scheins zeigen nun die griechische Mythenfigur Europa. Der aufgedruckte Wert ändert seine Farbe von smaragdgrün in ein tiefes Blau, wenn man den Geldschein etwas neigt.

An beiden Rändern auf der Vorderseite des Scheins ist eine ertastbare Riffelung, der neue Fünfer ist etwas dicker, weil er mit einem Speziallack überzogen ist. Dieser soll die Banknote haltbarer machen.

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