Medwedew
Umdenken: Der russische Präsident Dmitri Medwedew hatte zuerst wegen des Selbstmordanschlags auf dem Moskauer Flughafen Domodedowo seine Eröffnungsrede in Davos abgesagt.

Umdenken: Der russische Präsident Dmitri Medwedew hatte zuerst wegen des Selbstmordanschlags auf dem Moskauer Flughafen Domodedowo seine Eröffnungsrede in Davos abgesagt.

dpa

Umdenken: Der russische Präsident Dmitri Medwedew hatte zuerst wegen des Selbstmordanschlags auf dem Moskauer Flughafen Domodedowo seine Eröffnungsrede in Davos abgesagt.

Davos (dpa) - Russlands Staatspräsident Dmitri Medwedew wird das Weltwirtschaftsforum in Davos am Mittwochabend eröffnen. Das bestätigten die Organisatoren am Dienstag.

Wegen des Selbstmordanschlags auf dem Moskauer Flughafen Domodedowo hatte es zunächst geheißen, der Kremlchef werde an der alljährlichen Zusammenkunft von rund 2500 Spitzenkräften aus Politik und Wirtschaft nicht teilnehmen.

Das 41. Weltwirtschaftsforum (WEF), das unter dem Motto «Gemeinsame Normen für eine neue Realität» steht, tagt bis Sonntag. Unter anderen werden Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy erwartet.

Medwedew hat alle weiteren Termine, darunter Arbeitsgespräche mit der Schweizer Regierung und eine Frage- und Antwortrunde, nach dem verheerenden Anschlag abgesagt. Er werde nach seiner Rede direkt nach Moskau zurückfliegen, hieß es in Davos. Die Organisatoren um den deutschen WEF-Gründer Klaus Schwab (72) haben über 1400 Wirtschaftsführer eingeladen. Die Teilnehmerliste umfasst außerdem über 30 Staats- oder Regierungschefs, darunter viele G20- Industriestaaten und Schwellenländer.

Im Mittelpunkt des diesjährigen Treffens steht der Umgang mit globalen Risiken. Dabei geht es auch um Strategien, mit denen nach dem Ende der Finanzkrise die Risiken benannt und bewältigt werden können. Politische Entscheidungen werden nicht gefällt, es geht vielmehr um einen umfangreichen Meinungsaustausch.

Das Treffen wird von einem Großaufgebot an Sicherheitskräften bewacht, darunter 4000 Angehörige der Schweizer Armee. Der Schweizer Luftraum ist abgeschottet. Der Flughafen Zürich erwartet während des Treffens über 1000 Flugbewegungen mehr als gewöhnlich.

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