Das MAN-Logo auf dem Verwaltungsgebäude von MAN Diesel & Turbo in Augsburg. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/Illustration
Das MAN-Logo auf dem Verwaltungsgebäude von MAN Diesel & Turbo in Augsburg. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/Illustration

Das MAN-Logo auf dem Verwaltungsgebäude von MAN Diesel & Turbo in Augsburg. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/Illustration

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Das MAN-Logo auf dem Verwaltungsgebäude von MAN Diesel & Turbo in Augsburg. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/Illustration

Augsburg (dpa) - Die MAN-Tochter für Großdieselmotoren und Turbinen will fast jede zehnte Stelle streichen. Wie das Unternehmen am Freitag in Augsburg mitteilte, sind etwa 1000 Jobs in Deutschland betroffen.

Davon sollen etwa 300 Stellen in Berlin gestrichen werden, in Hamburg und Oberhausen je 250 und am Unternehmenssitz in Augsburg rund 140, sagte Unternehmenssprecher Jan Dietrich Müller. Es handele sich aber noch nicht um endgültige Beschlüsse, sondern nur um Vorschläge, die nun mit dem Betriebsrat verhandelt würden.

Insgesamt hat MAN Diesel & Turbo rund 14 900 Mitarbeiter an mehr als 100 Standorten. Weltweit sollen 1400 Stellen eingespart werden. «Der notwendige Personalabbau soll sozialverträglich gestaltet werden», teilte das Unternehmen mit. Es will eine Ergebnisverbesserung von 450 Millionen Euro erreichen.

Die MAN-Tochter liefert Dieselantriebe für große Schiffe, Motorenkraftwerke sowie Turbomaschinensätze für die Öl- und Gas-Industrie. Aufgrund des niedrigen Ölpreises gebe es in dieser Branche derzeit wenig Investitionen, erklärte Müller. Auch in der Schiffsindustrie herrsche international ein großer Preisdruck. Mit der Krise bei der Konzernmutter VW wegen des Abgasskandals hätten die Einsparungen nichts zu tun.

Der Gesamtbetriebsrat fordert nach Angaben der IG Metall, dass bei dem Sparprogramm alle Standorte erhalten bleiben und betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen werden. Die Gewerkschaft unterstütze ein nachhaltiges Zukunftsprogramm für MAN Diesel & Turbo, erwarte aber «arbeitsplatzerhaltende Maßnahmen und vernünftige Lösungen für die Betroffenen», sagte der Unternehmensbeauftragte der IG Metall, Michael Leppek.

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