In den USA haben im Februar 2012 deutlich mehr Menschen einen neuen Job gefunden.
In den USA haben im Februar 2012 deutlich mehr Menschen einen neuen Job gefunden.

In den USA haben im Februar 2012 deutlich mehr Menschen einen neuen Job gefunden.

dpa

In den USA haben im Februar 2012 deutlich mehr Menschen einen neuen Job gefunden.

Washington (dpa) - Der US-Arbeitsmarkt kommt in Bewegung. 200 000 neue Jobs wurden im Dezember geschaffen. Es sieht so gut aus wie seit drei Jahren nicht mehr. Präsident Obama jubelt - doch wird der Trend andauern?

Die Arbeitslosenquote ging im Dezember überraschend deutlich auf 8,5 Prozent zurück. Das ist der niedrigste Stand seit fast drei Jahren. Noch im November betrug die revidierte Quote 8,7, wie das US-Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Barack Obama äußerte sich hochzufrieden.

Als echter Lichtblick gilt vor allem, dass im Dezember rund 200 000 neue Stellen geschaffen wurden - etwa doppelt so viel wie im Vormonat. Die meisten neuen Stellen seien in der verarbeitenden Industrie, im Einzelhandel sowie in den Bereichen Verkehr und Gesundheit hinzugekommen.

Die neuen Zahlen sind nicht zuletzt eine gute Nachricht für Obama: Die Lage auf dem Jobmarkt gilt als Hauptthema im bevorstehenden Präsidentschaftswahlkampf. «Wir bewegen uns in die richtige Richtung», kommentierte Obama die neue Lage.

«Wir haben echte Fortschritte gemacht.» Im letzten Jahr seien mehr neue Jobs in der Privatwirtschaft geschaffen worden als in jedem Jahr seit 2006. Allerdings seien in der Rezession nach der schweren Finanzkrise 2008 mehr als acht Millionen Stellen vernichtet worden. «Wir haben noch viel zu tun», fügte Obama hinzu.

Das Ministerium betonte, dass sich die Lage auf dem Jobmarkt bereits seit dem Sommer langsam verbessert habe. Seit August sei die Arbeitslosenquote immerhin um 0,6 Prozentpunkte gesunken. Allerdings gelten 8,5 Prozent in den USA nach wie vor als extrem hoch.

«Es sieht wirklich so aus als dass die Wirtschaft beginnt, an Tempo zuzulegen, während sich der Jobmarkt festigt», sagte ein Finanzexperte der Wirtschaftsagentur Bloomberg.

Am weitaus schlechtesten sieht die Lage für Jugendliche aus, von ihnen sind 23,1 Prozent ohne Stelle. Unter Afro-Amerikanern sind es 15,8 Prozent, unter Hispanics 11 Prozent.

Allerdings sehen Experten weiterhin Gefahren am Horizont. Nicht zuletzt die Schuldenkrise in Europa sowie die Finanzkrise in den USA brächten Unwägbarkeiten mit sich. Diese könnten Unternehmen veranlassen, nicht wie geplant neue Kräfte anzustellen.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer