Die Wohnungsgesellschaft plant bis 2015 den Zukauf von 10 000 Wohnungen.

Börsengang
Seit Montag können Aktien der privatisierten LEG gezeichnet werden. Die Eigentümer erhoffen sich einen Erlös von mehr als einer Milliarde Euro.

Seit Montag können Aktien der privatisierten LEG gezeichnet werden. Die Eigentümer erhoffen sich einen Erlös von mehr als einer Milliarde Euro.

dpa

Seit Montag können Aktien der privatisierten LEG gezeichnet werden. Die Eigentümer erhoffen sich einen Erlös von mehr als einer Milliarde Euro.

Frankfurt. Das an die Börse strebende Immobilienunternehmen LEG will kräftig zukaufen. 10 000 Wohnungen in den kommenden zwei Jahren seien eine realistische Größe, sagte LEG-Vorstandschef Thomas Hegel am Montag in Frankfurt. Im Fokus steht NRW. „Da kennen wir uns aus.“ Stemmen will das Unternehmen die Zukäufe ohne Kapitalerhöhung. „Wir haben 170 Millionen Euro für Akquisitionen zur Verfügung, bevor wir die Kapitalmärkte anzapfen müssen“, sagte Finanzvorstand Eckhard Schultz.

Seit Montag können Aktien der LEG gezeichnet werden. Die Frist läuft bis Ende des Monats. Die Preisspanne liegt bei 41 bis 47 Euro. Ab dem 1. Februar soll die Aktie an der Frankfurter Börse gehandelt werden.

Die LEG war 2008 vom Land Nordrhein-Westfalen privatisiert worden. Die Investoren Perry Capital und der Whitehall Immobilienfonds von Goldman Sachs kauften das Unternehmen damals für 3,4 Milliarden Euro und übernahmen auch die Schulden.

Die LEG verwaltet etwa 90 000 Wohnungen – viele davon in NRW

Nun wollen die Investoren sich zumindest von Teilen des Unternehmens wieder trennen. Für die 30,5 Millionen über die Börse verkauften Aktien werden die Eigentümer im besten Fall 1,4 Milliarden Euro einstreichen.

Klappt der von Deutscher Bank und Goldman Sachs begleitete Börsengang, dann wäre LEG das zweitgrößte an der Deutschen Börse gelistete Immobilienunternehmen nach dem Mülheimer Gagfah-Konzern.

Die LEG verwaltet derzeit gut 90 000 Wohnungen. In den ersten neun Monaten erwirtschaftete die Gesellschaft ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von 170,6 Millionen Euro (Vorjahr: 160,3 Millionen). 2012 wird ein Plus von sechs Prozent angepeilt.

Das Mieterforum Ruhr warf den Investoren vor, bei den Aktionären falsche Renditeerwartungen zu wecken, die aus der laufenden Vermietung nicht zu erwirtschaften seien. Dadurch würde sich nur der Druck auf die Mieter erhöhen, hieß es in einer Stellungnahme. dpa

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