Niedrige Zinsen an den Kapitalmärkten drücken seit langem stark auf die Renditen der Lebensversicherer. Foto: Jörg Carstensen (Symbolbild)
Niedrige Zinsen an den Kapitalmärkten drücken seit langem stark auf die Renditen der Lebensversicherer. Foto: Jörg Carstensen (Symbolbild)

Niedrige Zinsen an den Kapitalmärkten drücken seit langem stark auf die Renditen der Lebensversicherer. Foto: Jörg Carstensen (Symbolbild)

dpa

Niedrige Zinsen an den Kapitalmärkten drücken seit langem stark auf die Renditen der Lebensversicherer. Foto: Jörg Carstensen (Symbolbild)

Hamburg (dpa) - Verbraucher in Deutschland müssen sich 2012 auf eine sinkende Verzinsung ihrer Lebens- und Rentenversicherung einstellen. Das geht aus einer Umfrage des "Hamburger Abendblatts" (Dienstag) unter den 40 größten Lebensversicherern hervor.

Demnach wollen 23 von ihnen die Überschussbeteiligung für 2011 um bis zu 0,40 Prozentpunkte senken. Das seien zehn Unternehmen mehr als im Vorjahr, schreibt das Blatt weiter. Im Durchschnitt ergibt sich der Umfrage zufolge eine Überschussbeteiligung von 4,08 Prozent nach 4,23 Prozent für 2010.

Auch das Ausmaß der Kürzungen habe deutlich zugenommen, schreibt das Blatt weiter. So hätten zwölf Versicherer die laufende Verzinsung um 0,30 Prozentpunkte oder mehr reduziert. Das habe es im Vorjahr lediglich bei zwei Anbietern gegeben.

Hintergrund der sinkenden Verzinsungen: Niedrige Zinsen an den Kapitalmärkten drücken seit langem stark auf die Renditen. Die Euro-Schuldenkrise und der Wertverfall von Staatsanleihen südeuropäischer Länder belastete viele Finanzkonzerne. Zudem muss die Branche verschärfte Eigenkapitalvorschriften erfüllen.

Eine frühere Berechnung des "Handelsblatts" hatte sogar ergeben, dass die zehn größten Lebensversicherer klassische Verträge nur noch mit einer Zinsgutschrift von durchschnittlich 3,8 Prozent bedienten.

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