Silvio Berlusconi
Silvio Berlusconi bekommt Druck von seinen europäischen Amtskollegen. Foto: Maurizio Brambatti

Silvio Berlusconi bekommt Druck von seinen europäischen Amtskollegen. Foto: Maurizio Brambatti

dpa

Silvio Berlusconi bekommt Druck von seinen europäischen Amtskollegen. Foto: Maurizio Brambatti

Cannes (dpa) - Italien steht künftig unter verschärfter Beobachtung des Internationalen Währungsfonds (IWF). Ministerpräsident Silvio Berlusconi hat nach Angaben aus italienischen Regierungskreisen eingewilligt, sein Reform- und Sparprogramm auch vom IWF bewerten lassen.

Damit solle Vertrauen an den Märkten geschaffen und die Finanzierung der Schuldenlast erleichtert werden, hieß es am Freitag am Rande des G20-Gipfels in Cannes. Am Vorabend hatten EU-Spitzen und US-Präsident Barack Obama erneut über die Schuldenkrise beraten.

Bislang hatte nur die EU-Kommission den Auftrag, die italienischen Reformschritte zu überwachen. Der IWF gilt allerdings als wesentlich erfahrener und genießt an den Märkten ein hohes Vertrauen.

Italien gilt als nächster Wackelkandidat in der Euro-Gruppe aufgrund seiner hohen Gesamt-Schuldenlast von 120 Prozent der Wirtschaftsleistung sowie eines geringen Wirtschaftswachstums. Im Gegensatz zu anderen Krisenländern ist Italien aber überwiegend bei inländischen Geldgebern verschuldet. Zudem gilt die Wirtschaft grundsätzlich als solide.

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