Reinigungspersonal bei der Arbeit: Fachleute befürchten ein baldiges Ende des deutschen Jobwunders. Foto: Norbert Försterling/Archiv
Reinigungspersonal bei der Arbeit: Fachleute befürchten ein baldiges Ende des deutschen Jobwunders. Foto: Norbert Försterling/Archiv

Reinigungspersonal bei der Arbeit: Fachleute befürchten ein baldiges Ende des deutschen Jobwunders. Foto: Norbert Försterling/Archiv

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Reinigungspersonal bei der Arbeit: Fachleute befürchten ein baldiges Ende des deutschen Jobwunders. Foto: Norbert Försterling/Archiv

Hamburg (dpa) - Trotz der positiven Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt halten Konjunkturforscher ein Ende des Job-Booms in Deutschland für möglich.

«Die positiven Tendenzen dürften sich 2012 nicht mehr fortsetzen», sagte Gustav Horn, Direktor des gewerkschaftsnahen Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK), der «Financial Times Deutschland». Er rechnet bereits zur Jahresmitte wieder mit saisonbereinigt steigenden Erwerbslosenzahlen. «Die Arbeitslosenquote dürfte erstmal nicht weiter sinken», sagte Christian Melzer, Ökonom bei der Dekabank.

Auch Fachleute der Deutschen Bank befürchten dem Bericht zufolge ein baldiges Ende des deutschen Jobwunders. Demnach dürfte die Arbeitslosigkeit bereits im ersten Quartal 2012 wieder steigen. Im Jahresschnitt erwarteten diese Ökonomen, dass dann 3,03 Millionen Menschen ohne Job sein werden. Auch Citigroup und Union Investment prognostizieren laut «FTD», dass 2012 wieder mehr als drei Millionen Menschen in Deutschland beschäftigungslos sein werden.

Bundesagentur und Bundesregierung sind optimistischer, ihre Erwartungen für das neue Jahr sind nach dem Rekordjahr 2011 aber eher gedämpft. Im neuen Jahr werde die Dynamik beim Abbau der Arbeitslosigkeit wohl etwas nachlassen. Dennoch werde die Erholung anhalten, falls es nicht zu einem Einbruch der Weltwirtschaft kommt, hatte Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) am Dienstag in Berlin gesagt. Auch der Vorstandschef der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-Jürgen Weise, warnte: Die währungs- und finanzpolitischen Risiken bestünden auch noch 2012.

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