BASF-Genkartoffel «Amflora»
Die von der Europäischen Union für den kommerziellen Anbau zugelassene Gen-Kartoffel Amflora soll auch 2011 wieder angebaut werden.

Die von der Europäischen Union für den kommerziellen Anbau zugelassene Gen-Kartoffel Amflora soll auch 2011 wieder angebaut werden.

dpa

Die von der Europäischen Union für den kommerziellen Anbau zugelassene Gen-Kartoffel Amflora soll auch 2011 wieder angebaut werden.

Bütow/Ludwigshafen (dpa) - Die von der Europäischen Union für den kommerziellen Anbau zugelassene Gen-Kartoffel Amflora soll auch 2011 wieder in Mecklenburg-Vorpommern angebaut werden. Das sagte Kartoffelzüchter Karl-Heinrich Niehoff aus Bütow (Müritzkreis) heute der Nachrichtenagentur dpa.

Er baut die gentechnisch veränderte Stärkekartoffel seit Jahren für die BASF Plant Science GmbH (Limburgerhof) an. Niehoff trat Berichten entgegen, wonach sein Betrieb die Verträge gekündigt haben soll. «Das ist völliger Quatsch», sagte Niehoff. Der Anbau müsse den Behörden drei Monate vor der Auspflanzung angezeigt werden, das wäre etwa Ende Januar.

Im Frühjahr 2010 hatte die EU-Kommission nach 13 Jahren Prüfung den kommerziellen Amflora-Anbau erlaubt, zur Überraschung vieler Gentechnik-Kritiker wie etwa Greenpeace. Danach hatte Niehoff trotz zahlreicher Störaktionen und Proteste bei Bütow wieder 15 Hektar mit der Kartoffel bestellt. «Für mich ist die grüne Gentechnik eine Zukunftstechnologie, die Deutschland nicht verpassen darf», argumentierte Niehoff.

Auf einem Hektar des Feldes hatten vermutlich Gentechnik-Gegner die Pflanzen zerstört, der Rest wurde geerntet und in Bütow eingelagert. Umweltaktivisten hatten sich im Frühjahr 2010 auch am Lager in Bütow angekettet, um die Pflanzaktion zu verhindern, was aber misslang.

Die BASF Plant Science GmbH hatte die Amflora-Kartoffel, die zur Stärkegewinnung und nicht als Speisekartoffel bestimmt sein soll, außer bei Bütow auch in Schweden und Tschechien angebaut. Die Planung für den Anbau in Europa 2011 laufe noch, hieß es. Man bedauere es aber, dass biotechnologisch verbesserte Pflanzen in Deutschland auf erhebliche Vorbehalte stießen und Landwirte solche Produkte nur unter großen Schwierigkeiten anbauen könnten.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer