Wolfgang Joop
Wolfgang Joop will bei der von ihm gegründeten Marke Wunderkind wieder den Ton angeben.

Wolfgang Joop will bei der von ihm gegründeten Marke Wunderkind wieder den Ton angeben.

dpa

Wolfgang Joop will bei der von ihm gegründeten Marke Wunderkind wieder den Ton angeben.

Potsdam (dpa) - Das vom Potsdamer Designer Wolfgang Joop gegründete Mode-Unternehmen Wunderkind wird neu ausgerichtet. Es sei ein Prozess der Restrukturierung eingeleitet worden, sagte Wunderkind-Geschäftsführer Markus Hennig der Nachrichtenagentur dpa.

Dieser habe auch die Entlassung von Mitarbeitern zur Folge gehabt. Eine Zahl wollte Hennig nicht nennen. Er reagierte damit auf einen Bericht des Nachrichtenmagazins «Der Spiegel» über eine neue Firmenstrategie weg vom «klassischen Fashion- System».

Künftig sollten Kollektionen nur noch in eigenen Boutiquen von Wunderkind verkauft werden, heißt es dort. Darauf hätten sich die Gesellschafter Wolfgang Joop und das Investoren-Ehepaar Hans-Joachim und Gisa Sander geeinigt. Zwischen ihnen sei es zuletzt immer wieder zu Verstimmungen gekommen. Während Joop vereinbarte Investitionen angemahnt habe, sei es seinen Partnern vor allem auf Umsätze und Renditen angekommen. Wegen des internen Streits werde es im Frühjahr voraussichtlich keine große Modeschau geben. Joop wolle sich künftig stärker auf seine künstlerische Arbeit konzentrieren, schreibt das Magazin. Der Firmensitz werde von Potsdam nach Berlin verlegt.

Derzeit erarbeiteten die Gesellschafter für das Mode-Label gemeinsam ein neues Konzept, bestätigte Hennig. Der Aufbau der Marke, der während der vergangenen Jahre Vorrang gehabt habe, müsse «ertraglich noch besser umgesetzt werden». Derzeit befinde man sich noch in einem Prozess des Aufbaus. Der Geschäftsführer betonte, dass es auch in Zukunft die Marke Wunderkind geben werde. Für sie seien die vergangenen eineinhalb Jahre erfolgreich verlaufen. Weitere Details des «Spiegel»-Berichts wollte Hennig weder bestätigen noch dementieren.

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