In Ichihara an der japanischen Ostküste steht nach dem schweren Erdbeben ein Chemiekomplex in Flammen.
In Ichihara an der japanischen Ostküste steht nach dem schweren Erdbeben ein Chemiekomplex in Flammen.

In Ichihara an der japanischen Ostküste steht nach dem schweren Erdbeben ein Chemiekomplex in Flammen.

dpa

In Ichihara an der japanischen Ostküste steht nach dem schweren Erdbeben ein Chemiekomplex in Flammen.

Tokio (dpa) - Das hoch verschuldete Japan will den Wiederaufbau nach dem verheerenden Erdbeben im Nordosten des Landes ohne Steuererhöhungen stemmen. Das sagte Premierminister Naoto Kan am Sonntag nach einem Treffen mit Vertretern der Opposition.

Kan erwartet, dass Japan nun einen wirtschaftlichen Aufschwung erleben werde wie die Vereinigten Staaten unter dem «New Deal» von Präsident Franklin Delano Roosevelt in den dreißiger Jahren. Das Erdbeben werde schon bald durch den Wiederaufbau in den betroffenen Regionen große Nachfrage schaffen. Wie die Nachrichtenagentur Kyodo berichtete, forderte der Premier die Bevölkerung auf, die Wirtschaftslage weniger pessimistisch zu sehen.

Kans Prognose ist nach Einschätzung von Volkswirten nicht aus der Luft gegriffen. Sie verweisen auf den so genannten «Kobe-Effekt». 1995 hatte ein Erdbeben in der japanischen Stadt Kobe große Schäden angerichtet, der Ökonomie kurzfristig einen Dämpfer versetzt, dann aber mit der zusätzlichen Wiederaufbau-Nachfrage die Wirtschaft angekurbelt.

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