Neuwagen
Der Automarkt in der EU befindet sich seit Jahren im Rückwärtsgang. Immerhin: Ende 2013 gab es einen kräftigen Endspurt. Die Hoffnung auf eine Erholung wächst. Foto: Marcus Brandt

Der Automarkt in der EU befindet sich seit Jahren im Rückwärtsgang. Immerhin: Ende 2013 gab es einen kräftigen Endspurt. Die Hoffnung auf eine Erholung wächst. Foto: Marcus Brandt

dpa

Der Automarkt in der EU befindet sich seit Jahren im Rückwärtsgang. Immerhin: Ende 2013 gab es einen kräftigen Endspurt. Die Hoffnung auf eine Erholung wächst. Foto: Marcus Brandt

Brüssel (dpa) - Der Automarkt in der Europäischen Union hat 2013 trotz eines kräftigen Schlussspurts das schlechteste Jahr seit langem erlebt. Die Neuzulassungen sanken um 1,7 Prozent auf knapp 11,9 Millionen Fahrzeuge, wie der Branchenverband Acea am Donnerstag mitteilte.

Schlechter war das Ergebnis mit 11,7 Millionen Fahrzeugen 1995, allerdings war die EU damals deutlich kleiner. Einen Hoffnungsschimmer gab es zum Jahresende: Im Dezember stieg die Zahl der verkauften Fahrzeuge gegenüber dem Vorjahr kräftig um 13,3 Prozent auf 906 294 Stück. Branchenexperten von EY (Ernst & Young) sehen darin allerdings noch keine Trendwende.

«Eine substanzielle Erholung wird weiter auf sich warten lassen», erklärte das Beratungsunternehmen. Bei dem Jahresendspurt hätten Preisnachlässe und die spanische Abwrackprämie eine wichtige Rolle gespielt. Zuversichtlicher zeigte sich der deutsche Branchenverband VDA. «Der Erholungsprozess in Europa kommt offenbar in Gang, die Menschen fassen wieder Vertrauen in die wirtschaftliche Entwicklung - und damit steht der Neuwagen ganz oben auf der Einkaufsliste der Bürger», erklärte VDA-Präsident Matthias Wissmann.

Der Zuwachs im Dezember ging in erster Linie auf das Konto von Großbritannien (plus 23,8 Prozent) und Spanien (plus 18,2 Prozent), während die Nachfrage in Frankreich, Deutschland und Italien nur unterdurchschnittlich anzog. Im Gesamtjahr fällt die Bilanz ähnlich aus. Großbritannien und Spanien konnten zulegen, wohingegen die Märkte in Deutschland, Frankreich und Italien rückläufig waren. In diesem Jahr hält EY angesichts der guten wirtschaftlichen Lage in Deutschland aber einen Anstieg der Neuzulassungen um bis zu 4 Prozent für möglich.

Außerhalb Europas sah es für viele Autobauer 2013 nicht unbedingt besser aus. Weltweit fiel die Jahresbilanz dem VDA zufolge in einer ganzen Reihe von Absatzmärkten ebenfalls negativ aus, unter anderem in Russland, Japan, Brasilien und Indien.

Anders sah es in den USA und in China aus. Das Wachstum in der Volksrepublik ist weiter ungebremst. Auf dem weltgrößten Automarkt schossen die Neuzulassungen um 23,1 Prozent nach oben. Auch der US-Markt - der zweitgrößte Absatzmarkt - war 2013 im Vorwärtsgang. Angesichts einer gesunkenen Arbeitslosigkeit und verbesserten wirtschaftlichen Aussichten sitzt das Geld bei vielen Amerikanern wieder lockerer. 2013 wurden dort 7,5 Prozent mehr Autos zugelassen.

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