Ein Mitarbeiter überwacht die Herstellung von Piezo-Injektoren im Werk eines Automobilzulieferers.
Ein Mitarbeiter überwacht die Herstellung von Piezo-Injektoren im Werk eines Automobilzulieferers.

Ein Mitarbeiter überwacht die Herstellung von Piezo-Injektoren im Werk eines Automobilzulieferers.

dpa

Ein Mitarbeiter überwacht die Herstellung von Piezo-Injektoren im Werk eines Automobilzulieferers.

Berlin (dpa) - Die deutsche Industrie hat im Dezember deutlich weniger Aufträge erhalten. Im Vergleich zum Vormonat seien die Auftragseingänge preis- und saisonbereinigt um 3,4 Prozent gefallen, teilte das Bundeswirtschaftsministerium am Montag in Berlin laut vorläufigen Berechnungen mit.

Von der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX befragte Experten hatten im Durchschnitt nur mit einem Rückgang um 1,1 Prozent gerechnet. Im Vormonat hatte die Industrie noch ein Auftragsplus von 5,2 Prozent verzeichnet. Im Jahresvergleich ergibt sich für Dezember ein bereinigtes Auftragsplus von 19,7 Prozent.

Der Auftragseingang sei zuletzt von einer nachlassenden Investitionsgüternachfrage beeinflusst worden, kommentierte das Ministerium die Daten. Dazu hätten vor allem deutlich weniger Großaufträge und ein Bestellrückgang im Fahrzeugbau beigetragen. «Die Auftragsentwicklung bleibt aber klar aufwärts gerichtet und fällt im Schlussquartal dynamischer aus als noch im dritten Jahresviertel.»

Die Auftragseingänge aus dem Ausland schrumpften im Dezember um 4,2 Prozent, die aus dem Inland um 2,4 Prozent. Die Hersteller von Vorleistungsgütern verbuchten 0,6 Prozent mehr Aufträge, während die Bestellungen für Investitionsgüter um 6,6 Prozent zurückgingen. Der Auftragseingang für Konsumgüter sank geringfügig um 0,1 Prozent.

Im aussagekräftigeren Zweimonatsvergleich (November/Dezember im Vergleich zu September/Oktober) kletterten die Auftragseingänge bereinigt um 4,4 Prozent. Die Inlandsnachfrage erhöhte sich um 1,7 Prozent, während die Aufträge aus dem Ausland um 6,4 Prozent zulegten. Auf Jahressicht legten die Bestellungen im Zweimonatsvergleich insgesamt um 20,2 Prozent zu.

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