Seifenoper: Die Frau, die den Top-Manager zu Fall brachte, wagt sich aus der Deckung.

Palo Alto. Die Geschichte um den Abgang von HP-Chef Mark Hurd (53) wird zur Seifenoper: Nicht genug, dass der Mann, der den weltgrößten Computer- und Druckerhersteller wieder auf Kurs brachte, wegen ein paar Tausend Dollar falsch abgerechneter Spesen zurücktreten musste.

Nun entpuppt sich die Frau, die den Fall ins Rollen brachte, auch noch als blonde Schönheit, die früher in Filmen viel Haut zeigte.

"Mark und ich hatten nie eine Affäre", sagt die 50-Jährige

"Ich war überrascht und betrübt, dass Mark Hurd deswegen seinen Job verloren hat", ließ Jodie Fisher über ihre Rechtsanwältin verbreiten. "Das war nie meine Absicht."

Ende Juni hatte sie sich bei HP beschwert, Hurd habe sie sexuell belästigt. Es folgte eine firmeninterne Untersuchung, die Hurd zwar vom schweren Vorwurf entlastete - aber dafür die falschen Abrechnungen ans Tageslicht brachte.

"Mark und ich hatten nie eine Affäre oder eine intime sexuelle Beziehung", stellte Fisher nun klar. HP-Chefjustiziar Michael Holston hatte von einer "engen persönlichen Beziehung" gesprochen und damit den Spekulationen Tür und Tor geöffnet.

"Ich habe meine Ansprüche privat mit Mark geklärt", ließ Fisher wissen. "Ich wünsche Mark, seiner Familie und HP alles Gute." Weiter wolle sie den Fall nicht kommentieren.

Die 50-Jährige hat eine abwechslungsreiche Karriere hinter sich. Nach Angaben ihrer Anwältin war sie Vizechefin einer Immobilienfirma, hat für den Drogenausschuss des US-Kongresses gearbeitet, war im Vertrieb eines Weltunternehmens tätig und wirkte in den 1990er Jahren auch in einigen Filmen mit, die Jugendliche in den USA nur in Begleitung eines Erwachsenen sehen dürfen.

Es folgte 2007 ein Auftritt in einer Realityshow im US-Fernsehen, in der Fisher mit anderen Frauen um die Gunst des australischen Tennisspielers Mark Philippoussis buhlte, aber früh ausschied. Zuletzt hatte sie 2009 eine kleine Rolle in einer Fortsetzung des Kultfilms "Easy Rider".

Die allein erziehende Mutter sollte wichtige Kunden betreuen

HP-Chef Hurd hatte Fisher 2007 persönlich als externe Beraterin engagiert. Es sei ihre Aufgabe gewesen, sich um wichtige Kunden und Manager-Konferenzen zu kümmern, sagte Fisher. Zwei Jahre lang arbeitete sie für HP und verdiente 1000 bis 10 000 Dollar pro Auftrag.

Der zweifache Familienvater Hurd soll die allein erziehende Mutter Fisher dabei öfter zum Abendessen eingeladen haben. Bei der Abrechnung der Spesen habe er sie jedoch verschwiegen. Das wurde ihm zum Verhängnis.

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