Harley-Davidson
Der Motorrad-Hersteller hatte in der Not bereits die Marken MV Agusta und Buell aufgegeben und Tausende Stellen gestrichen.

Der Motorrad-Hersteller hatte in der Not bereits die Marken MV Agusta und Buell aufgegeben und Tausende Stellen gestrichen.

dpa

Der Motorrad-Hersteller hatte in der Not bereits die Marken MV Agusta und Buell aufgegeben und Tausende Stellen gestrichen.

Milwaukee (dpa) - Harley-Davidson sieht die Lust am Motorradfahren wieder aufflammen. Die US-Kultmarke will in diesem Jahr bis zu 228 000 Maschinen an die Händler ausliefern. Die Fans hatten im vergangenen Jahr nur rund 222 000 der schweren Bikes gekauft - ein Rückgang von fast 9 Prozent.

Besonders in den Staaten, wo das Unternehmen aus Milwaukee zwei von drei Maschinen absetzt, hielten sich die Kunden zurück. Viele US-Amerikaner sind immer noch arbeitslos; erst langsam kommen neue Jobs hinzu.

Der Jahresumsatz von Harley-Davidson fiel um 3 Prozent auf knapp 4,2 Milliarden Dollar. Dank kräftiger Einsparungen und lukrativer Finanzierungen für die Motorräder kam Harley aber aus den roten Zahlen heraus und schrieb einen Gewinn von 147 Millionen Dollar. Zuvor war ein Verlust von 55 Millionen Dollar angefallen. «Wir sind zufrieden damit, wie wir im Jahr 2010 abgeschnitten haben», sagte Konzernchef Keith Wandell am Dienstag.

Der Motorrad-Hersteller hatte in der Not die Marken MV Agusta und Buell aufgegeben und Tausende Stellen gestrichen.

«Es gibt noch viel zu tun», schränkte Wandell ein. Die Börsianer sehen Harley jedoch auf dem richtigen Weg. Der Kurs steigt seit Monaten. Die Aktie hat sich auf rund 36 Dollar erholt, nachdem das Papier vor zwei Jahren auf bis zu 8 Dollar eingebrochen war. Neben dem klassischen Käufer in den USA - weiß, männlich, mittleres Alter - würden sich nun auch junge Leute, Frauen, Afroamerikaner und Einwanderer aus Lateinamerika fürs Motorradfahren begeistern, stellte Firmenchef Wandell fest.

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