Besucher auf der Grünen Woche in Berlin durch eine Messehalle. im Vordergrund ein Kunststoff-Apfel. Die weltgrößte Agrarmesse hat ihre Tore vom 21. 01. bis zum 30.01. in den Messehallen unter dem Funkturm geöffnet.
Besucher auf der Grünen Woche in Berlin durch eine Messehalle. im Vordergrund ein Kunststoff-Apfel. Die weltgrößte Agrarmesse hat ihre Tore vom 21. 01. bis zum 30.01. in den Messehallen unter dem Funkturm geöffnet.

Besucher auf der Grünen Woche in Berlin durch eine Messehalle. im Vordergrund ein Kunststoff-Apfel. Die weltgrößte Agrarmesse hat ihre Tore vom 21. 01. bis zum 30.01. in den Messehallen unter dem Funkturm geöffnet.

dpa

Besucher auf der Grünen Woche in Berlin durch eine Messehalle. im Vordergrund ein Kunststoff-Apfel. Die weltgrößte Agrarmesse hat ihre Tore vom 21. 01. bis zum 30.01. in den Messehallen unter dem Funkturm geöffnet.

Berlin (dpa) - Die Futtermittelhersteller wollen ihr eigenes Kontrollsystem als Konsequenz aus dem Dioxin-Skandal verbessern. «Ein Entwurf ist in Arbeit für einen erweiterten Prüfplan für Futterfette», sagte der Geschäftsführer des Deutschen Verbandes Tiernahrung, Bernhard Krüsken, am Freitag auf der Grünen Woche in Berlin.

«Das war, wie wir jetzt gelernt haben, auch eine Schwachstelle.» Die Häufigkeit der Kontrollen sei offensichtlich nicht hoch genug gewesen. Der Verband distanzierte sich von dem Futtermittelhersteller Harles und Jentzsch in Schleswig-Holstein, der wegen der Vermischung von Futter- und Industriefett als Auslöser des Skandals gilt. «Hier handelt es sich um einen Rohstofflieferanten», sagte Präsident Helmut Wulf. «Niemand aus unserem Verband hat mit Absicht diese Futterfette verarbeitet.» Der Skandal habe zu einem Imageschaden geführt, der auch finanzielle Folgen haben werde.

Die Futtermittelhersteller beurteilten den 14-Punkte-Plan von Bund und Ländern gemischt. Die Branche könne sich eine erweiterte Zulassungspflicht vorstellen, sagte Krüsken. Die Verpflichtung zur Haftpflichtversicherung sei aber nicht nötig, weil alle beteiligten Unternehmen versichert seien. Eine Gesetzespflicht müsse auch Lieferanten einbeziehen. Die geplante Liste für Futtermittel müsse europaweit geregelt werden.

Skeptisch zeigte sich der Verband gegenüber einer Meldepflicht von Tests und der Veröffentlichung überhöhter Grenzwerte im Internet. «Wenn Befunde an den Pranger kommen, muss es auch wasserdicht sein.»

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