Am Freitagmorgen rutschte der Euro auf 1,2035 US-Dollar und damit den tiefsten Stand seit Juni 2010. Foto: Daniel Reinhardt
Am Freitagmorgen rutschte der Euro auf 1,2035 US-Dollar und damit den tiefsten Stand seit Juni 2010. Foto: Daniel Reinhardt

Am Freitagmorgen rutschte der Euro auf 1,2035 US-Dollar und damit den tiefsten Stand seit Juni 2010. Foto: Daniel Reinhardt

dpa

Am Freitagmorgen rutschte der Euro auf 1,2035 US-Dollar und damit den tiefsten Stand seit Juni 2010. Foto: Daniel Reinhardt

Frankfurt/Main (dpa) - Der Eurokurs ist zu Beginn des Jahres auf den tiefsten Stand seit viereinhalb Jahren gefallen. Die Aussicht auf ein weiteres Öffnen der Geldschleusen durch die Europäische Zentralbank (EZB) habe die Gemeinschaftswährung belastet, hieß es aus dem Handel.

Am Nachmittag notierte der Euro bei 1,2018 US-Dollar und lag damit fast einen Cent tiefer als am Morgen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,2043 (Mittwoch: 1,2141) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8304 (0,8237) Euro.

Das hat unterschiedliche Auswirkungen: Fällt der Euro gegenüber dem Dollar, können Exportunternehmen ihre Waren auf dem Weltmarkt günstiger verkaufen. Andererseits bekommen Touristen außerhalb des Währungsraums weniger für einen Euro.

Im Handelsverlauf war der Eurokurs auf ein Tagestief von 1,2009 Dollar und damit den tiefsten Stand seit Juni 2010 gefallen. EZB-Chef Mario Draghi hatte in einem Interview des «Handelsblatts» noch einmal die Bereitschaft zu weiteren Maßnahmen der Notenbank im Kampf gegen eine zu niedrige Inflation bekräftigt.

«Das Risiko, dass wir unser Mandat der Preisstabilität nicht erfüllen, ist höher als vor sechs Monaten», hatte der Währungshüter gesagt. Die EZB sei deshalb in technischen Vorbereitungen, «um den Umfang, das Tempo und die Zusammensetzung unserer Maßnahmen Anfang 2015 zu verändern, sollte dies notwendig werden, um auf eine lange Periode zu niedriger Inflation zu reagieren».

Die Aussagen zerstreuten laut Händlern die letzten Zweifel, dass die Notenbank im Kampf gegen die zu niedrige Inflation schon bald mit dem umstrittenen Kauf von Staatsanleihen beginnen wird. Während die Eurozone damit auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik zusteuert, bewegt sich die US-Notenbank auf eine Straffung ihrer Geldpolitik zu. Die Aussicht auf eine erste Zinserhöhung in den USA nach der schweren Finanz- und Wirtschaftskrise beflügelt den Dollar und setzt den Euro im Gegenzug immer stärker unter Druck.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,7800 (0,7789) britische Pfund, 145,21 (145,23) japanische Yen und 1,2022 (1,2024) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 1172,00 (Dienstag: 1206,00) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 31 080,00 (Dienstag: 30 870,00) Euro.

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