FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro ist am Dienstag über die Marke von 1,34 US-Dollar gestiegen. In der Spitze kletterte der Euro bis auf 1,3433 Dollar - den höchsten Stand seit drei Wochen. Bis zum späten Nachmittag fiel die Gemeinschaftswährung etwas zurück und wurde zuletzt mit 1,3366 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am frühen Nachmittag auf 1,3421 (Montag: 1,3348) Dollar festgesetzt.

"Der Handel am Devisenmarkt ist immer noch etwas richtungslos", sagte Rainer Sartoris Devisenexperte vom Bankhaus HSBC Trinkaus. Der Euro befinde sich weiterhin in seiner jüngsten Handelsspanne von 1,30 bis 1,35 Dollar. Die Lage für den Euro habe sich zu Jahresbeginn aber etwas entspannt. So wirkten offenbar die am Montag positiv ausgefallenen Einkaufsmanagerindizes für die Eurozone noch etwas nach. Aber auch die Risikoaufschläge für Staatsanleihen der Randländer der Eurozone seien etwas zurückgekommen. Ein neuer Trend sei am Devisenmarkt aber noch nicht zu erkennen, sagte Sartoris.

"Der etwas schwächer als erwartet ausgefallene deutsche Arbeitsmarktbericht hat den Euro nicht belastet", sagte Sartoris. Die Zahl der Arbeitslosen ist im Dezember zum Vormonat saisonbereinigt um 3.000 geklettert. Von der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX befragte Ökonomen hatten im Schnitt hingegen mit einem Rückgang um 10.570 gerechnet. Vor allem das sehr kalte Winterwetter sei für die negative Entwicklung verantwortlich.

Zu anderen wichtigen Währungen hatte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85875 (0,86131) britische Pfund , 110,20 (108,70) japanische Yen und 1,2669 (1,2465) Schweizer Franken festgelegt. Der Preis für eine Feinunze (31,1 Gramm) Gold wurde in London am Nachmittag mit 1.388,50 (Freitag: 1.410,25) Dollar gefixt. In London waren am Montag die Märkte geschlossen, daher hatte kein Goldfixing stattgefunden.

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