FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro ist am Mittwoch im Nachmittagshandel abrupt unter die Marke von 1,30 US-Dollar gerutscht. Die europäische Gemeinschaftswährung fiel auf ein Tagestief von 1,2947 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am frühen Nachmittag noch auf 1,3074 (Dienstag: 1,3069) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7649 (0,7652) Euro.

Angesichts der dünnen Nachrichtenlage zeigten sich einige Händler überrascht von der heftigen Kursbewegung. Eine mögliche Ursache seien die niedrigen Umsätze, die häufig zu stärkeren Kursausschlägen führten.

Im Vormittagshandel hatte der Euro noch von einer erfolgreich verlaufenen Auktion von kurzlaufenden italienischen Geldmarktpapieren profitiert. Italien musste deutlich niedrigere Zinsen als noch im November zahlen. Mit großer Spannung wird jetzt am Donnerstag die Emission langlaufender italienischer Anleihen erwartet.

Zum japanischen Yen fiel der Euro auf den niedrigsten Stand seit dem Jahr 2001. Zuletzt mussten für einen Euro nur noch 100,83 Yen bezahlt werden, nachdem es im asiatischen Handel noch 101,80 Yen gewesen waren. Der japanische Yen wird in unsicheren Zeiten als "sicherer Hafen" genutzt.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,83420 (0,83350) britische Pfund , 101,51 (Vortag: 101,75) japanische Yen und 1,2196 (1,2210) Schweizer Franken fest. In London wurde der Preis für die Feinunze Gold mit 1.571,00 (Freitag: 1.607,50) ermittelt. Ein Kilogramm Gold kostete 38.340,00 (Vortag: 38.430,00) Euro.

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