NEW YORK (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro hat am Montag nach dem Anstieg im europäischen Nachmittagshandel seinen Sprung über die Marke von 1,32 US-Dollar im weiteren Verlauf verteidigt. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde im New Yorker Geschäft zuletzt mit 1,3241 Dollar gehandelt. Im Nachmittagshandel war die Gemeinschaftswährung bis auf 1,3264 Dollar gestiegen und hatte damit um mehr als einen Cent über dem Tagestief vom Vormittag gelegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,3150 (Freitag: 1,3116) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7605 (0,7624) Euro.

Der überraschende Anstieg der Gemeinschaftswährung sei offenbar durch das Überschreiten wichtiger Marken ausgelöst wurden, sagte Commerzbank -Devisenexpertin Antje Praefcke. Ein Durchbrechen solcher Schwellen hat in der Regel automatische Euro-Käufe am Markt zu Folge. "An ruhigen Handelstagen kann es überraschende Kurssprünge auslösen", fügte die Expertin hinzu. Dies kann geschehen, wenn viele Marktteilnehmer ihre Kursober- oder untergrenzen an der gleichen Marke gesetzt haben.

Trotz der Kursgewinne sprach Praefcke von einem über weite Strecken eher ruhigen und lustlosen Handel am Devisenmarkt. Zu Beginn der Woche hätten marktbewegende Impulse gefehlt. In der Eurozone und in den USA standen keine wesentlichen Konjunkturdaten zur Veröffentlichung an. Allerdings hatte die ISDA, in der die größten Emittenten und Händler von Kreditderivaten zusammengeschlossen sind, den Restwert griechischer Staatsanleihen im Rahmen eines standardisierten Auktionsverfahrens mit 21,5 Prozent ermittelt. Anlegern mit einer Kreditausfallversicherung wird damit fast 80 Prozent des Nominalwerts ihrer Griechen-Anleihen zurückerstattet.

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