FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro hat sich am Freitag trotz unerwartet schwacher Konjunkturdaten aus der Eurozone über der Marke von 1,38 Dollar gehalten. Die enttäuschende Stimmung der Einkaufsmanager und ein überraschend starkes Abrutschen der Auftragseingänge in der deutschen Industrie hatten den Euro nur zeitweise auf ein Tagestief knapp unter 1,38 Dollar drücken können. Im Mittagshandel stand die Gemeinschaftswährung bei 1,3839 Dollar und damit sogar etwas höher als am frühen Morgen. Ein Dollar kostete damit 0,7224 Euro.

Experte Ralf Umlauf von der Landesbank Hessen-Thüringen sieht den Devisenmarkt derzeit "in einem Wechselbad der Gefühle". Die Anleger achten seiner Einschätzung nach zum Wochenschluss besonders auf den Nachrichtenfluss aus Griechenland. Die Vorsitzenden der beiden großen Parteien des Landes feilschten derzeit um den richtigen Weg aus der Krise, hieß es in Medienberichten. Der Höhepunkt des Polit-Thrillers wird in der Nacht zum Samstag erwartet. Dann stellt sich Regierungschef Giorgos Papandreou im Athener Parlament einer Vertrauensabstimmung.

Im weiteren Handelsverlauf werde sich der Fokus der Investoren an den Devisenmärkten aber auch auf die USA richten, sagten Händler. Am Nachmittag dürften wichtige US-Konjunkturdaten in den Mittelpunkt des Interesses rücken. Auf dem Programm stehen die stark beachteten Arbeitsmarktdaten der Regierung für Oktober.

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