NEW YORK (dpa-AFX) - Der Euro ist am Dienstag nach einem zwischenzeitlichen Rückfall wieder über die Marke von 1,42 US-Dollar gestiegen. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung im späten New Yorker Geschäft 1,4228 Dollar. Zuvor hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs noch auf 1,4171 (Montag: 1,4143) Dollar festgesetzt und der Dollar damit 0,7057 (0,7071) Euro gekostet.

Händler sprachen indes von einem unruhigen Handel. Die jüngste Aufwärtsentwicklung des Euro sei angesichts der weltweit gestiegenen Risikoaversion und der Möglichkeit einer Restrukturierung der Schulden Griechenlands verwundbar.

In Europa ist ein schwerer Streit um die Rettung des Schuldensünders Griechenland entbrannt. Beim Brüsseler Treffen der europäischen Finanzminister wurde deutlich, dass der vom amtierenden Vorsitzenden der Runde, Luxemburgs Jean-Claude Juncker, vorgeschlagene Weg einer "sanften" Umschuldung durch Laufzeitverlängerungen für Kredite oder die Ermäßigung von Zinsen umstritten ist. Bundeskanzlerin Angela Merkel bekräftigte zwar die Hilfsbereitschaft Deutschlands für Griechenland, kündigte aber gleichzeitig harte Verhandlungen an.

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