NEW YORK (dpa-AFX) - Der Euro ist am Freitag im US-Handel wieder über 1,27 Dollar gestiegen. Zuletzt wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,2730 US-Dollar gehandelt. Im europäischen Nachmittagshandel war der Euro nach überraschend guten US-Arbeitsmarktdaten auf den tiefsten Stand seit September 2010 gesunken und bis auf 1,2698 Dollar gefallen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,2776 (Donnerstag: 1,2832) Dollar festgesetzt.

Als Grund für die Schwäche der Gemeinschaftswährung im europäischen Handel sahen Devisenexperten anhaltende Spekulationen über eine Verschlimmerung der Schuldenkrise in der Eurozone. Neben dem Bankensektor, der seit der Kapitalerhöhung der italienischen Unicredit genau beobachtet wird, drückten auch Sorgen um das von der Pleite bedrohte Ungarn auf die Stimmung. Zudem erreichten die Übernachteinlagen der Geldinstitute - die sogenannte "Vorsichtskasse" - bei der EZB einen neuen Rekordstand von 455,3 Milliarden Euro. Besser als erwartet ausgefallene Daten vom US-Arbeitsmarkt hatten der Leitwährung der Eurozone - ähnlich wie den Aktienmärkten - nur kurz Auftrieb gegeben.

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