FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro hat am Freitag nach guten Daten aus der Eurozone zugelegt und stieg kurz vor dem Wochenende zeitweise bis knapp unter die Marke von 1,33 US-Dollar. Nach der Veröffentlichung überraschend positiver Umfragewerte zur Unternehmensstimmung in Frankreich schaffte die Gemeinschaftswährung am Morgen ein Tageshoch bei 1,3293 Dollar. Im weiteren Handelsverlauf fiel der Euro wieder etwas zurück und stand am Nachmittag bei 1,3271 Dollar. Zuvor hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,3242 (Donnerstag: 1,3167) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7552 (0,7595) Euro.

Am Devisenmarkt "wird die Euro-Schuldenkrise nicht mehr so stark gespielt wie in den vergangenen Wochen", beschrieb Devisenexperte Ulrich Leuchtmann von der Commerzbank den Handel. Die Anleger konzentrierten sich wieder stärker auf Konjunkturdaten. Am Morgen wurden sie von unerwartet robusten Daten aus Frankreich auf dem falschen Fuß erwischt.

Nach der Stimmungseintrübung bei europäischen Einkaufsmanagern vom Vortag sprachen Händler nach den guten Daten aus den französischen Unternehmen von einer großen Überraschung. Das habe ungewöhnlich heftige Reaktionen beim Euro ausgelöst, sagte Experte Leuchtmann. Trotz der deutlichen Kursbewegungen bewege sich die Gemeinschaftswährung aber weiterhin in einer vergleichsweise engen Spanne. Bereits seit drei Wochen läuft der Euro innerhalb der Grenzen von 1,30 Dollar und 1,33 Dollar.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,83630 (0,83330) britische Pfund , 109,10 (109,40) japanische Yen und 1,2054 (1,2055) Schweizer Franken fest. In London wurde der Preis für die Feinunze Gold am Nachmittag mit 1.664,00 (Vortag: 1.635,50) Dollar fixiert. Ein Kilogramm Gold kostete 39.430,00 (39.290,00) Euro.

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