FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat sich am Donnerstag nach kräftigen Verlusten am Vortag stabilisiert. Am späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,3330 US-Dollar und damit in etwa soviel wie am Morgen. Im Vergleich zur Wochenmitte bewegte sich der Euro in einer engen Spanne von noch nicht mal einem Cent. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,3312 (Mittwoch: 1,3443) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7512 (0,7439) Euro.

Nachdem der Euro am Vortag starke Verluste von rund eineinhalb Cent verbucht hatte, hielt sich die Gemeinschaftswährung am Donnerstag stabil. Große Impulse gab es nicht. "Ein großes Thema ist natürlich immer noch Griechenland", sagte Devisenexperte Eugen Keller vom Bankhaus Metzler. Von dieser Seite gab es am Donnerstag positive Nachrichten: So entschied der internationale Derivateverband ISDA, dass Kreditausfallversicherungen (CDS) auf griechische Staatsanleihen zunächst nicht fällig werden. Hintergrund ist der anvisierte Schuldenschnitt in Griechenland.

Der Verband hatte auf Anfrage darüber zu entscheiden, ob bereits der Anleihetausch der EZB, mit dem sich die Notenbank vor einem möglichen zwanghaften Schuldenschnitt Athens schadlos halten will, als Kreditereignis zu werten ist. Bislang hat die europäische Politik alles daran gesetzt, um eine derartige Situation zu vermeiden. Grund: In der ersten Finanzkrise 2008 waren die hohen Summen fälliger CDS ein entscheidender Faktor für die Eskalation der Krise. Im Falle Griechenlands gilt das Problem als eher beherrschbar, da das CDS-Volumen viel geringer ist.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,83490 (0,84390) britische Pfund , 107,95 (107,92) japanische Yen und 1,2052 (1,2051) Schweizer Franken fest. In London wurde der Preis für die Feinunze Gold am Nachmittag mit 1.714,00 (Vortag: 1.770,00) Dollar fixiert. Ein Kilogramm Gold kostete 40.780,00 (42.080,00) Euro.

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