NEW YORK (dpa-AFX) - Der Euro ist am Dienstag im Handelsverlauf wieder unter die zwischenzeitlich überwundene 1,34-Dollar-Marke gerutscht. Zuletzt war die Gemeinschaftswährung 1,3389 Dollar wert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,3371 (Montag: 1,3311) Dollar festgesetzt.

Von Experten hieß es, den Käufen von Staatsfonds und starken deutschen Konjunkturdaten stünden anhaltende Sorgen über den Rettungsschirm für angeschlagene Euro-Länder gegenüber. Die Konjunkturzuversicht deutscher Finanzexperten hat sich im Januar deutlich stärker aufgehellt als erwartet, wie die vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) ermittelten Erwartungen belegen. Unterdessen ergab ein Treffen der EU-Finanzminister in Brüssel, dass der milliardenschwere Rettungsschirm für klamme Eurostaaten vorerst nicht aufgestockt wird.

"Der starke ZEW trägt lediglich zur bereits positiven Stimmung dem Euro gegenüber bei", sagte Audrey Childe-Freeman, Währungsstrategin bei JPMorgan Private Bank. Vergangene Woche habe es Äußerungen bei der Europäischen Zentralbank (EZB) gegeben, die auf mögliche Zinserhöhungen schließen ließen, und der Devisenmarkt honoriere dies. So lange es aber nicht mehr Informationen zum Rettungsschirm gebe, stoße der Euro bei 1,35 Dollar auf einen starken charttechnischen Widerstand.

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