NEW YORK (dpa-AFX) - Der Euro ist am Mittwoch in einem nervösen Handel unter die erst in der vergangenen Nacht übersprungene Marke von 1,31 US-Dollar zurückgekehrt. Im New Yorker Handel kostete die Gemeinschaftswährung zuletzt 1,3047 Dollar, nachdem sie im Vormittagshandel noch auf ein Tageshoch von fast 1,32 Dollar gestiegen, anschließend aber wieder unter Druck geraten war. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs daraufhin auf 1,3054 (Dienstag: 1,3074) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7661 (0,7649) Euro.

Marktbeobachter sprachen von einem nervösen Handel, der sich in einer Schwankungsbreite des Euro von rund zwei Cent äußerte. Deutlich wurde dies auch an der Reaktion auf eine Geldspritze der EZB für die europäischen Geschäftsbanken: So wurde die Rekordsumme von fast 500 Milliarden Euro, die sich die Institute bei der Notenbank für drei Jahre liehen, zunächst positiv aufgenommen. Die ausgeliehene Summe übertraf allerdings die Markterwartungen und so sorgten Zweifel an der Liquidität im Bankensektor für Ernüchterung, die auch den Euro unter Druck setzte.

"Die aktuell starken Schwankungen beim Euro sind aber auch mit dem näherrückenden Jahresende zu erklären", sagte Devisenexperte Volker Weber vom Bankhaus M.M. Warburg. Mit einem zusehends geringeren Handelsvolumen fallen einzelne Transaktionen stärker ins Gewicht, wodurch Kursschwankungen verstärkt werden.

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