FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat sich am Donnerstag nicht über der Marke von 1,35 US-Dollar gehalten. Am späten Nachmittag kostete die europäische Gemeinschaftswährung 1,3443 Dollar. In der Spitze war der Euro bis auf 1,3522 Dollar geklettert, nachdem er am Vortag erstmals seit Ende November 2010 mehr als 1,35 Dollar gekostet hatte. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag noch auf 1,3472 (Mittwoch: 1,3506) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7423 (0,7404) Euro.

"Der Euro tut sich schwer mit der Marke von 1,35 Dollar", sagte Devisenexperte Mario Mattera vom Bankhaus Metzler. Nach dem jüngsten Kursanstieg sei der Kampf aber nach wie vor offen. Grund für die etwas schwächere Verfassung der Gemeinschaftswährung seien vergleichsweise robuste Konjunkturdaten aus den Vereinigten Staaten. So hatten sowohl die wöchentlichen US-Arbeitsmarktdaten als auch die Daten zum US-Häusermarkt am Donnerstag die Erwartungen am Markt zum Teil deutlich übertroffen. Auch der Index der Frühindikatoren erholte sich im Dezember stärker als erwartet.

Während an den Aktienmärkten weltweit die Sorge vor einer Überhitzung der chinesischen Wirtschaft die Kurse deutlich drückte, habe dieses Thema an den Devisenmärkten nur eine untergeordnete Rolle gespielt, sagte Mattera. Nach dem unerwartet kräftigen Wachstum des Bruttoinlandsprodukts im vierten Quartal dürfte die chinesische Notenbank aus Sicht von Volkswirten ihre Anstrengungen zur Bekämpfung des Inflationsanstiegs noch verstärken. Neben Zinserhöhungen könnte hier auch eine weitere Aufwertung des Yuan hilfreich sein.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,84360 (0,84330) britische Pfund , 110,93 (110,85) japanische Yen und 1,2873 (1,2964) Schweizer Franken fest. Der Preis für eine Feinunze (31,1 Gramm) Gold wurde in London am Nachmittag mit 1.345,50 (1.372,00) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 31.980,00 (32.200,00) Euro.

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