FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro ist am Donnerstag nach überraschend starken Signalen der Europäischen Zentralbank (EZB) für eine Zinserhöhung im April auf den höchsten Stand seit rund vier Monaten gesprungen. Kaum hatte EZB-Präsidenten Jean-Claude Trichet eine unerwartet schnelle Zinserhöhung angedeutet, sprang der Euro zeitweise auf ein Tageshoch von 1,3970 US-Dollar. Zuletzt war die Gemeinschaftswährung Anfang November 2010 auf diesem Niveau. Im weiteren Handelsverlauf fiel der Euro dann auf 1,3945 Dollar zurück. Zuvor hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,3850 (Mittwoch: 1,3809) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7220 (0,7242) Euro.

Der klare Hinweis von EZB-Präsident Trichet auf eine schnelle Zinserhöhung habe die Finanzmärkte überrascht, sagte der Devisenexperten Thomas Amend von HSBC Trinkaus. Die Märkte hätten bisher fest mit Zinserhöhungen frühestens ab Herbst gerechnet. Immerhin hätten die Hinweise des Notenbankchefs nicht auf eine Serie von Zinserhöhungen hingedeutet. Demnach dürften nach der Erhöhung im April weitere Zinsschritte erst mit einiger zeitlichen Verzögerung erfolgen, sagte Amend.

Kurzfristig werde der Euro die aktuellen Kursgewinne wohl nicht ganz halten können, sagte Amend weiter. Mit Blick auf die kommenden Wochen zeigte sich der Devisenexperte aber optimistischer für die Kursentwicklung der Gemeinschaftswährung. Dann rechnet er wieder mit Kursen über der Marke von 1,40 Dollar.

Zu anderen wichtigen Währungen hatte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85130 (0,84780) britische Pfund , 113,43 (113,33) japanische Yen und 1,2844 (1,2799) Schweizer Franken fest gelegt. Der Preis für eine Feinunze (31,1 Gramm) Gold wurde in London am Nachmittag mit 1.421,50 (1.435,50) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 32.630,00 (32.740,00) Euro.

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