FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat sich am Freitag nach dem Vortagesschub unter der Marke von 1,34 US-Dollar gehalten. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete am späten Nachmittag 1,3377 Dollar. Allein in den vergangenen beiden Handelstagen hat der Euro um über vier Cent zugelegt. Gründe sind die Beruhigung in der Euro-Schuldenkrise, Aussagen von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet zur Inflation sowie eher enttäuschende US-Konjunkturdaten. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittag auf 1,3349 (Donnerstag: 1,3199) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7491 (0,7576) Euro.

"Die Marktteilnehmer sind von einer sehr, sehr negativen Einschätzung zum Euro auf einen neutralen Stand umgeschwenkt", sagte Devisenexperte Ralf Elmer von der Landesbank Baden-Württemberg. Einer der Hauptgründe dafür seien die Aussagen des EZB-Präsidenten. Trichet hatte am Vortag klar die Bereitschaft der Notenbank signalisiert, einer anziehenden Inflation gegebenenfalls mit Zinserhöhungen zu begegnen. Auch die Sorgenkinder Europas bestanden in der laufenden Woche mit erfolgreichen Anleihe-Platzierungen einen ersten Test am Kapitalmarkt.

Darüber hinaus stützten aus Sicht von Elmer zuletzt eher enttäuschende US-Konjunkturdaten den Euro. So waren die US-Einzelhandelsumsätze im Dezember laut Daten vom Freitag nicht ganz so stark wie erwartet gestiegen und das Konsumklima der Uni Michigan hatte sich im Januar überraschend eingetrübt. Angesichts der hohen Arbeitslosigkeit steht der Konsum besonders im Fokus. Fast jeder zehnte in den USA ist derzeit arbeitslos. Dies dämpft auch die Konsumfreude.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,84220 (0,83575) britische Pfund , 110,71 (109,50) japanische Yen und 1,2915 (1,2823) Schweizer Franken fest. Der Preis für eine Feinunze (31,1 Gramm) Gold wurde in London am Nachmittag mit 1.367,00 (1.381,55) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 32.350,00 (33.190,00) Euro.

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