FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat sich am Donnerstag über 1,30 US-Dollar gehalten. Die Gemeinschaftswährung kostete am Nachmittag 1,3069 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,3091 (Mittwoch: 1,3213) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7639 (0,7568) Euro.

Der Euro befinde sich derzeit in einer Seitwärtsbewegung zwischen 1,30 und 1,35 Dollar, sagte Devisenexperte Stefan Schilbe von HSBC Trinkaus. Im neuen Jahr habe sich noch kein großer Trend herausgebildet. Für die aktuell leichte Schwäche des Euro sei verantwortlich, dass die Konjunkturdaten aus den USA mehr positiv überrascht hätten als diejenigen aus der Eurozone.

So war der Einkaufsmanagerindex für Dienstleistungen in den Vereinigten Staaten im Dezember stärker gestiegen als erwartet, wie am Mittwoch bekannt geworden war. Zudem war die Beschäftigtenzahl im selben Monat dem Arbeitsmarkt-Dienstleister Automatic Data Processing (ADP) zufolge erheblich stärker geklettert als Volkswirte erwartet hatten. Sollte der am Freitag zur Veröffentlichung anstehende Arbeitsmarktbericht der Regierung sehr gut ausfallen, könnte der Euro laut Schilbe unter 1,30 Dollar sinken und in einen Abwärtstrend geraten. Nach den ADP-Zahlen, die die Erwartungen an diesen Bericht hochgeschraubt hätten, müsste die Regierung allerdings schon äußerst positive Zahlen vermelden, womit nicht zu rechnen sei.

Zu anderen wichtigen Währungen hatte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,84450 (0,84830) britische Pfund , 108,92 (108,72) japanische Yen und 1,2677 (1,2617) Schweizer Franken festgelegt. Der Preis für eine Feinunze (31,1 Gramm) Gold wurde in London am Nachmittag mit 1.368,50 (Vortag: 1.368,00) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 33.230 (33.010,00) Euro.

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