FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat seine am Dienstag begonnene Talfahrt auch am Donnerstag ungebremst fortgesetzt. Die Gemeinschaftswährung sackte im New Yorker Handel kurzzeitig unter die Marke von 1,30 US-Dollar ab und erreichte bei 1,2998 Dollar ihren tiefsten Stand seit fünf Wochen. Zuletzt wurden allerdings wieder 1,3012 Dollar für einen Euro gezahlt.

"Die Erwartung einer starken US-Beschäftigung lässt die Anleger beim Dollar zugreifen", sagten Händler. Die Tatsache einer verglichen mit anderen Nationen besseren wirtschaftlichen Entwicklung in den USA wäre eine fundamentale Stütze für die US-Währung, zumal sich der Markt weiterhin um die Refinanzierung der angeschlagenen Euroländer sorge.

Devisenexperte Stefan Schilbe von HSBC Trinkaus verwies im Zuge dessen auf den am Freitag anstehenden US-Arbeitsmarktbericht als nächsten Impulsgeber. Sollte dieser dem am Dienstag bereits veröffentlichten ADP-Bericht folgen und sehr gut ausfallen, könnte der Euro seiner Meinung nach unter 1,30 Dollar sinken und so in einen Abwärtstrend geraten. Da die Erwartungen nun aber schon hochgeschraubt seien, müsse die US-Regierung allerdings schon äußerst positive Zahlen vermelden, womit seiner Meinung nach nicht zu rechnen sei.

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