FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro ist am Freitag mit einer deutlich gesunkenen Risikobereitschaft der Investoren weiter zurückgefallen. Die Anleger hätten vor der Veröffentlichung wichtiger US-Konjunkturdaten und Meldungen über einen angeblichen Streit zwischen der griechischen Regierung und den internationalen Kontrolleuren der griechischen Sparmaßnahmen das Risiko gescheut, erklärten Händler die Kursverluste der Gemeinschaftswährung. Im Mittagshandel stand der Euro bei 1,4246 Dollar. Ein Dollar kostete damit 0,7017 Euro. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstagmittag auf 1,4285 (Mittwoch: 1,4450) Dollar festgesetzt.

Am späten Vormittag hatte die Regierung in Athen Meldungen über einen angeblichen Streit mit den Kontrolleuren der Sparmaßnahmen des hochverschuldeten Staates dementiert. "All das, was seit gestern Abend über eine Unterbrechung der Verhandlungen geschrieben wird, hat nichts mit der Realität zu tun", sagte Griechenlands Finanzminister Evangelos Venizelos auf einer Pressekonferenz. Das Klima der Gespräche mit der "Troika" sei "gut und produktiv" gewesen, hieß es. Die Kontrolleure seien zwar abgereist, sie würden aber in zehn Tagen wiederkommen.

Neben den Meldungen aus Athen konzentrierten sich die Investoren zunehmend auf den offiziellen Arbeitsmarktbericht der US-Regierung für August am Nachmittag. Volkswirte rechnen bei der Zahl der Beschäftigten im Vergleich zum Vormonat mit einer deutlich geringeren Zunahme. Enttäuschende Arbeitsmarktdaten könnten der Risikobereitschaft der Investoren am Nachmittag einen weiteren Dämpfer versetzen und den Euro unter Verkaufsdruck halten, hieß es weiter.

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